Wir haben Hunger satt


15.01.2015
Wir haben Hunger satt. Darum muss Schluss sein mit dem subventionierten Export einer unökologischen Agrarindustrie unter dem Deckmantel der Entwicklungspolitik.

„Ich habe es satt, dass die Bundesregierung zu Lasten der Menschen in Entwicklungsländern Interessenspolitik betreibt und gleichzeitig die Mauern der „Festung Europa“ verstärkt, um Flüchtlinge fernzuhalten. Ich habe es satt, dass die Regierung dieses reichen Landes eine Politik der Kälte und des Egoismus verfolgt! Wir dürfen uns das nicht gefallen lassen! Eine bessere Welt ist möglich!“, so Uwe Kekeritz.

Es muss Schluss sein mit dem subventionierten Export einer unökologischen Agrarindustrie unter dem Deckmantel der Entwicklungspolitik. Schluss mit Tierfabriken, deren Bedarf an Futtermittel nur dubiose Aneignung von Land in Entwicklungsländern decken kann. Schluss mit Handelsverträgen, die Konzerninteressen über die Interessen der BürgerInnen stellen.

Es braucht keine Gentechnik, keine Monokulturen und kein patentiertes Saatgut und keine patentierten Tiersorten. Die natürliche Artenvielfalt und kleinbäuerliche Landwirtschaft verhilft zu Ernährungssouveränität. Zu gesunden, bezahlbaren Nahrungsmitteln für alle.

Die Bundesregierung muss sich endlich für verbindliche Arbeitsstandards in der globalen Lieferkette, für eine Regulierung der Finanzmärkte, gegen Spekulation mit Nahrungsmitteln und für eine gerechte Landwirtschafts- und Handelspolitik einsetzen.

Am 17. Januar werden zur „Wir haben es satt“-Demonstration in Berlin zehntausende BürgerInnen erwartet. Gleichzeitig findet in Berlin die Grüne Woche und in deren Rahmen das Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) statt.

TTIP, Massentierhaltung, Landgrabbing und der Kampf gegen Hunger – die Anliegen betreffen uns alle. Die Bundesregierung muss diesen zentralen Fragen engagierter und vor allem mit nachhaltigeren Lösungen begegnen.



Weiterführende Links:


www.wir-haben-es-satt.de