Vormarsch der Agro-Gentechnik stoppen


03.03.2010
Uwe Kekeritz unterzeichnet Einspruch gegen Gen-Mais-Anbau in Kitzingen und kritisiert Zulassung der Genkartoffel „Amphora“.

Uwe Kekeritz, Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Fürth, unterzeichnet Widerspruch gegen Gen-Mais-Anbau in Kitzingen und kritisiert Zulassung der Genkartoffel „Amflora“

Prominente Unterstützung gefunden haben die Imker des Landkreises Neustadt/Aisch-Bad Windsheim in ihrem Kampf gegen die Agro-Gentechnik. MdB Uwe Kekeritz hat deren Einwendung gegen den neuerlich geplanten Gen-Mais in Kitzingen an das Bundesamt für Verbraucherschutz in Berlin unterzeichnet und weitergeleitet. Gleichzeitig hat er sich gegen den kommerziellen Anbau der Kartoffel „Amflora“ ausgesprochen.

Begründet hat Kekeritz die Einwendung mit seiner Sorge um die Gefährdung der Bienen. Die beantragten Mais-Sorten wirken als Häutungshemmer auf alle heimischen Käfer, die eine wichtige Nahrungsgrundlage für andere Tierarten seien. Auch die Bienen könnten geschädigt werden. Laut Kekeritz werde die Basis für das Funktionieren unseres Naturhaushaltes gefährdet.

Empört äußerte sich Kekeritz auch zur Zulassung der BASF-Kartoffel „Amflora“. Dies sei die erste weltweit zugelassene Gentech-Kartoffel. Außerdem sei zum ersten Mal seit zwölf Jahren in der EU ein neues Genkonstrukt zum Anbau zugelassen worden. Antibiotikaresistente Kartoffeln seien nicht akzeptabel, zumal sie als Futtermittel verwendet werden können und erwartet werden kann, dass sie als Kontamination in Lebensmittel auftauchen. Rückfragen bei der Firma Emsland-Stärke GmbH hätten gezeigt, dass die betroffenen Branche selbst das Risiko des Verlustes von Marktanteilen als zu hoch einschätze und deshalb auf die BASF-Kartoffel verzichten werde. Mehr denn je sei jetzt die Vernunft der Bauern gefragt, „Amflora“ nicht zu akzeptieren sondern auf die konventionellen Alternativen zurückzugreifen.