Sahel-Region: Entwicklung statt Aufrüstung


23.02.2018
Zur heutigen Geberkonferenz für die G-5 Sahel-Staaten in Brüssel erklärt Uwe Kekeritz, Sprecher für Entwicklungspolitik:

Die Sahel Region ist die ärmste der Welt. Es ist daher zu hoffen, dass die internationale Staatengemeinschaft zukünftig mehr Mittel zur Verfügung stellt.

Seit Jahren profitieren die am wenigsten entwickelten Länder kaum von Entwicklungsgeldern. Die eingesetzten Mittel  werden häufig nicht zur Armutsbekämpfung, sondern zur Unterbindung von Migration verwendet. Die Entwicklung des ländlichen Raums, der Kampf gegen den Klimawandel und die Schaffung von Arbeitsplätzen sind die wichtigsten Herausforderungen für die Sahel-Staaten. Kurz: statt militärische Maßnahmen zu stärken, muss eine nachhaltige Entwicklung gefördert werden.

Wenn Gelder in Sicherheitsstrukturen fließen, müssen die Geber sicherstellen, dass die G-5 Eingreiftruppe internationales Recht und die Menschenrechte einhält. Klar ist auch: Die Geberkonferenz darf nicht dazu dienen, dass unter dem Deckmantel der Terrorbekämpfung Grenzmanagement Maßnahmen zur Fluchtabwehr vorangetrieben werden.