S-Bahn: Bahnhof Vach darf nicht ohne Anschluss bleiben


29.11.2010
Der Frust um die S-Bahn und den Erhalt des Haltepunktes Vach in Stadeln nimmt offenbar kein Ende. Am Bahnhof Vach soll nun mit Start des S-Bahn-Betriebes bis mindestens Mitte 2011 kein Zug halten.

Der Frust um die S-Bahn und den Erhalt des Haltepunktes Vach in Stadeln nimmt offenbar kein Ende. Am Bahnhof Vach soll nun mit Start des S-Bahn-Betriebes bis mindestens Mitte 2011 kein Zug halten. Das ist nicht akzeptabel. Wenigstens die im Rahmen der jüngsten Bauarbeiten praktizierten Halte der Regionalexpresszüge einmal pro Stunde könnten für einen halbwegs adäquaten Ersatz sorgen.

Die Bahn muss nun zügig erklären, was schief gelaufen ist und schleunigst den Bahnhof Vach für die S-Bahn-Züge ertüchtigen. Es ist schwer nachvollziehbar, dass sich der Aufbau und die Genehmigung einer Holzkonstruktion auf den vorhandenen Bahnsteigen bis Juni hinzieht. Anderenfalls würde sich der Eindruck verfestigen, dass ganz bewusst der Bahnhof Vach durch die Hintertür stillgelegt werden soll. Wenn man mal ein halbes Jahr ohne diesen Halt ausgekommen ist, so die perfide Logik, kann man ja auch in Zukunft darauf verzichten. Das kann nicht hingenommen werden. Zumal schon Anfang Oktober in einschlägigen Online-Foren vom S-Bahn-Start ohne Vach berichtet wurde. Insgesamt soll also mindestens ein dreiviertel Jahr nach Bahnplänen ins Land gehen, ehe etwas passiert.

Grund für die durchfahrenden S-Bahn-Züge sind wohl Bauarbeiten an den Bahnsteigen zur Höhenanpassung. Während diese an den Haltepunkten Bruck und Eltersdorf rechtzeitig fertig wurden, bleibt Vach nun vorerst ganz ohne Schienenanbindung. Besonders ärgerlich ist dies vor dem Hintergrund, dass sich Bahn, Freistaat und Stadt nach zähem Ringen im Laufe des Jahres darauf geeinigt hatten, auf das teure Provisorium Stadeln Süd zu verzichten. Statt dessen sollte Vach bis zu einer endgültigen Lösung in der Verschwenk-Frage weiter betrieben werden. Nun steht Stadeln ganz ohne Bahnanschluss da. Der Schienenersatzverkehr ist da nur ein schlechter Scherz. Dass Bahn-Mitarbeiter unter vorgehaltener Hand zudem von „Kollateralschaden“ sprechen, wie am Wochenende berichtet, setzt dem noch die Krone auf.