Noch mehr Engagement für Nachhaltigkeit


16.05.2019
Stadt Fürth soll nach ökologischen, sozialen und menschenrechtlichen Kriterien beschaffen. Der Titel „Fair Trade Stadt“ ist keine Auszeichnung, auf der man sich ausruhen kann, sondern bedeutet eine besondere Verantwortung. Faire Beschaffung, wie bei den Bällen, sollte der Normalfall sein und nicht die Ausnahme sein.

„Dass an Fürther Schulen und in Vereinen künftig mit fairen Fußbällen gespielt werden soll, ist ein tolles Zeichen für den fairen Handel und mehr globale Verantwortung. Auch die Ankündigung der Stadtspitze, die Agenda 2030 vorantreiben zu wollen ist ein wichtiges Signal“, freut sich der Grünen-Bundestagsabgeordnete, Uwe Kekeritz.

„Es ist vor allem dem außerordentlichen Engagement der Stabsstelle „Kommunale Entwicklungspolitik“ im Bürgermeister- und Presseamt zu verdanken, dass Fairtrade und Nachhaltigkeitsaspekte stärker in den Fokus rücken. Dieses Problembewusstsein und diesen Einsatz würde man sich auch von allen anderen Dienststellen wünschen. Besonders die Stadtspitze ist gefordert, mit einer Dienstanweisung endlich ökologische, soziale und menschenrechtliche Kriterien für die städtische Beschaffung einzuführen. Der Titel „Fair Trade Stadt“ ist keine Auszeichnung, auf der man sich ausruhen kann, sondern bedeutet eine besondere Verantwortung. Faire Beschaffung, wie bei den Bällen, sollte der Normalfall sein und nicht die Ausnahme sein“, fordert Grünen-Stadtrat Philipp Steffen.

„Es ist wichtig, dass die Fürther Stadtspitze ihren Worten rasch Taten folgen lässt. Fürth hat wie alle Städte und Gemeinden eine besondere Verantwortung und kann eine Vorbildfunktion wahrnehmen. Ganz im Sinne der Agenda 2030 müssen wir hier vor Ort unser Handeln verändern, um zu einer positiveren weltweiten Entwicklung beizutragen“, ist Kekeritz überzeugt.

Das bereits 2016 auf Bundesebene neugefasste Vergaberecht bietet großzügige Spielräume, ökologische, soziale und menschenrechtliche Kriterien bei Beschaffungsvorgängen anzuwenden. Obendrein empfiehlt das Bayerische Innenministerium seit vergangenem Jahr Städten und Gemeinden, das neue Vergaberecht auch bei kleineren Auftragswerten, unterhalb der EU-Schwellenwerte anzuwenden. Ökologische, soziale und menschenrechtliche Kriterien können in allen Phasen des Vergabeprozesses rechtssicher verlangt werden.