Kompetenzstreit verhindert Verbannung der Kinderarbeit von bayerischen Friedhöfen


11.05.2010
Im Lichte aktueller Zahlen zur Kinderarbeit ist das politische Es mangelt auf Landes- und Bundesebene an konkreten Regelungen, damit wir gemeinsam und konsequent gegen Kinderarbeit vorgehen können.

Im Lichte aktueller Zahlen zur Kinderarbeit ist das politische Vorgehen verantwortungslos. „Es mangelt auf Landes- und Bundesebene an konkreten Regelungen, damit wir gemeinsam und konsequent gegen Kinderarbeit vorgehen können. Ich fordere Bundes- und Bayerische Staatsregierung auf, sich im Sinne der Kinder endlich über die Zuständigkeiten zu einigen und wirksam Kinderarbeit von unseren Friedhöfen zu verbannen“, so Uwe Kekeritz.

In Bayern ist die Situation im Kampf gegen Kinderarbeit besonders frustrierend. Auf der einen Seite ist es bemerkenswert, mit wie viel Einsatz sich Kommunen gegen Kinderarbeit engagieren. So werden öffentliche Gelder nur für Produkte ausgegeben, die nachweislich ohne Kinderarbeit hergestellt wurden. Bei Grabsteinen ist das derzeit jedoch nicht möglich. Sowohl der Bayerische Verwaltungsgerichtshof als auch das Bundesverwaltungsgericht haben dies untersagt. Zwischen bayerischer Staatsregierung und Bundesregierung wird zudem die Verantwortung für die notwendige gesetzliche Regelung ergebnislos hin und her geschoben.

Jedes siebte Kind der Welt muss arbeiten, in Afrika ist es sogar jedes vierte. Das hat eine aktuelle Studie der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) festgestellt. „Wir müssen dafür sorgen, dass alle Kinder die Möglichkeit bekommen eine Schule zu besuchen.“ so Uwe Kekeritz, Mitglied im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung zum Bericht der ILO.

Dramatisch ist die Situation für die 115 Millionen Kinder, die einer so genannten „gefährlichen Arbeiten“ nachgehen müssen, beispielsweise in den Steinbrüchen in Indien und China. Tonnenschwere Blöcke, Sprengungen, giftige Chemikalien und der beständige feine Staub bei mangelndem Arbeitsschutz gefährden massiv die Gesundheit – Kinder dürfen dem nicht ausgesetzt werden. „Produkte aus Kinderarbeit sind zu ächten und Eltern müssen das nötige Geld für die gesamte Familie verdienen können. Die Kommunen werden durch die Regierungen an einem verantwortungsvollem Handeln gehindert. Ohne gesetzliche Regelung wird eine wichtige Chance im Kampf gegen Kinderarbeit.

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