G20-Finanzminister zu Schulden: Too little, too late


14.10.2020
Zum Ergebnis des G 20-Finanzministertreffens in Bezug auf das G 20-Schuldenmoratorium erklärt Uwe Kekeritz, Sprecher für Entwicklungspolitik:

„,Too little, too late‘ ist Warnung und Lehre zugleich aus früheren Schuldenkrisen. Die reichen Staaten versagen aber – erneut – darin, das Notwendige zum richtigen Zeitpunkt zu tun. Die Verlängerung des Schulden-Moratoriums für arme Staaten ist richtig, es fällt aber nicht umfassend genug aus. Es könnte sich noch als tödlicher Fehler erweisen, nicht schon jetzt beherzte Schuldenstreichungen vorzunehmen. Ebenfalls ist es eine Zumutung, dass private Gläubiger weiterhin nicht zwingend an einer Lösung des Schuldenproblems beteiligt werden sollen. Staaten finanzieren, Private kassieren – das darf nicht so bleiben. Die Bundeskanzlerin muss nun, nachdem Finanzminister Scholz das nicht vermocht hat, beim G 20-Gipfel ihren ganzen Einfluss dafür in die Waagschale werfen.“