Feigenblatt statt Verbindlichkeit


13.08.2018
Zur Veröffentlichung der Roadmaps des Textilbündnisses erklärt Uwe Kekeritz, Sprecher für Entwicklungspolitik:

Die Bereitschaft einzelner Unternehmen, Verbesserungen herbeizuführen und transparent zu berichten, ist begrüßenswert. Allerdings bleibt der fade Beigeschmack, dass das Bündnis mehr PR-Zwecken dient, als wirkliche Verbesserungen zu erreichen. Bei Minister Müller scheint immer noch das Prinzip Hoffnung der entscheidende Faktor seiner Politik zu sein. Denn bislang ist völlig unklar, wie die Maßnahmen überprüft werden sollen. Während andere Länder Unternehmen gesetzlich dazu verpflichten, Maßnahmen für bessere Arbeitsbedingungen zu schaffen und darüber zu berichten, versäumt es die Bundesregierung die deutsche Wirtschaftspolitik nachhaltig auszurichten. Schon jetzt zeichnet sich ab: etliche Unternehmen nutzten das Bündnis als Feigenblatt, ohne die eigenen Produktionsprozesse zu verbessern.