Dem globalen HIV/Aids-Fonds geht das Geld aus


23.11.2011
Zu den Zahlungsschwierigkeiten des Globalen Fonds zur Bekämpfung von HIV/Aids, Malaria und Tuberkulose (GFATM) erhalten Sie anbei Zitate von Uwe Kekeritz MdB, Vorsitzender des Unterausschusses für Gesundheit in Entwicklungsländern:

„Minister Niebel hat die 200 Millionen Euro, die für den GFATM vorgesehen sind, im Haushalt 2012 nicht in einen eigenen Titel eingestellt, sondern nur als mögliche Reserve im Titel der bilateralen finanziellen Zusammenabreit. Der Fonds braucht jetzt Verlässlichkeit. Wir erwarten daher eine klare Aussage des Ministers, die zugesagten Mittel zur Verfügung zu stellen.

Dem GFATM geht das Geld aus. Die neue Antragsrunde für weitere Projekte zur Bekämpfung vom HIV/Aids, Malaria und Tuberkulose wurde vom Aufsichtsrat des Fonds vollständig abgesagt. Und noch schlimmer: Der GFATM hat große Probleme laufende Programme aufrecht zu erhalten. Damit ist eingetreten, was sich schon seit Monaten abzeichnete, Entwicklungsminister Niebel aber nie wahrhaben wollte.

Der GFATM versucht nun unter anderem mit Kürzungen in Schwellenländern die Programme in Entwicklungsländern aufrecht zu erhalten. Sollten die internationalen Zusagen für 2012 jedoch nicht zügig ausgezahlt werden, müssten die Programme drastisch gekürzt werden was den Tod für viele Tausend kranke Menschen bedeuten würde. Eine Katastrophe für den internationalen Kampf gegen HIV/Aids, Malaria und Tuberkulose.“