Bundeswehr: Harter Schnitt für Roth birgt neue Chancen


26.10.2011
MdB Uwe Kekeritz (Bündnis 90/Die Grünen) erklärt zum heute bekanntgegebenen Umbaukonzept der Bundeswehr und der drastischen Reduzierung am Standort Roth:

„Nur noch ein Fünftel der Dienstposten soll in Roth verbleiben. Das ist ein harter Schnitt für den mittelfränkischen Bundeswehrstandort. Aber statt zurückzublicken, gilt es die damit verbundenen Chancen zu ergreifen,“ meint Kekeritz.

Dem heute bekanntgegebenen Umbaukonzept der Bundeswehr zufolge verliert der Standort Roth rund 80 Prozent seiner bisherigen Dienstposten. Für die Stadt Roth bedeutet das eine enorme Herausforderung der Konversion und sinnvollen Weiternutzung der frei werdenden Areale und mittelfristig den Ersatz von Nachfrage und Arbeitsplätzen. Jedoch gibt es zahlreiche Beispiele, dass dies erfolgreich gelingen kann. „Gerade in Fürth sehen wir, dass eine sinnvolle Weiternutzung ehemaliger Kasernen möglich ist. Der Südstadtpark und auch die Flächen in Atzenhof entwickeln sich sehr gut. Die Friedensdividende ist dort greifbar,“ gibt Kekeritz seiner Zuversicht Ausdruck, auch wenn er sich bewusst ist, dass sich der Fürther Erfolg nicht eins zu eins übertragen lässt.

„Nun kommt es darauf an, dass der Bund die Länder und Kommunen nicht alleine lässt. Bundeswehr und Bundesanstalt für Immobilienaufgaben sind gefordert. Dafür setze ich mich ein“, unterstreicht der mittelfränkische Bundestagsabgeordnete. Er gibt sich überzeugt, dass die Standortschließungen notwendig und der Umbau der Bundeswehr dringend geboten sei. Eine Zusammenlegung und Reduzierung von Standorten ist aus grüner Sicht unumgänglich und würde auf Basis ihrer Vorschläge wahrscheinlich eher umfangreicher ausfallen als die Pläne der Bundesregierung. Die verteidigungs- und sicherheitspolitischen Erwägungen müssten dabei im Vordergrund stehen, nicht die Strukturpolitik für einzelne Regionen. Nach grünem Dafürhalten wäre zudem eine weitere Reduzierung auf 160.000 Soldatinnen und Soldaten richtig gewesen.

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