Bayernweite Resolutionen gegen die geplante AKW-Laufzeitverlängerung!


30.09.2010
Alle bayerischen Kommunen sollten an den Bund appellieren, den scheinheiligen „Atomkompromiss“ rückgängig zu machen. Ich hoffe, auch Fürth entschließen sich, der Bundesregierung ihren Unmut kundzutun.

Uwe Kekeritz, grüner Bundestagsabgeordneter für Mittelfranken, erklärt anlässlich der Stadtratsbeschlüsse in Würzburg und Nürnberg:

Alle bayerischen Kommunen sollten an den Bund appellieren, den scheinheiligen „Atomkompromiss“ rückgängig zu machen. Ich hoffe auch Fürth und alle anderen mittelfränkischen Städte und Kommunen entschließen sich, der Bundesregierung ihren Unmut kundzutun. Schon aus Eigeninteresse der jeweiligen Gebietskörperschaft scheint dies geboten. Denn nur ohne die Laufzeitverlängerung wird sich der Strommarkt entmonopolisieren und die Stadtwerke haben eine Chance sich mit Investitionen in erneuerbare Energien unabhängiger von den großen Vier zu machen.

So fordert der Nürnberger Stadtrat eine Rück­nahme der Laufzeitverlängerung der Kernkraftwerke. Im Würzburger Stadtrat wurde kürzlich eine Resolution verabschiedet, die die Abschaltung des Atomkraftwerks Grafenrheinfeld fordert. Und in Landshut hat sich sogar die CSU-Stadtratsfraktion mehrheitlich gegen den Weiterbetrieb von Isar 1 ausgesprochen.

Das Stadtzentrum liegt Luftlinie nur 28 Kilometer entfernt vom AKW Grafenrheinfeld. Bei einem GAU (dem größten anzunehmenden Unfall), läge Würzburg im künftigen Sperrgebiet innerhalb der 30-Kilometer-Zone um das Kraftwerk. Es wird immer deutlicher: Die Menschen vor Ort wehren sich gegen die gefährliche Politik der Bundesregierung. Ich rufe außerdem zur Teilnahme an den bayernweiten Protesten auf. Die nächste Möglichkeit gibt es bei der Demonstration in Landshut am 1. Oktober für die Abschaltung des maroden Meilers Isar I und am 9. Oktober in München beim großen bayerischen Anti-Atom-Protest. Beide Male werde ich auch mitdemonstrieren. Es kann keine Politik gegen die Mehrheit in diesem Land geben!

PM_Kekeritz_100930_AKW-Laufzeitverlaengerung