Argumente gegen S-Bahn-Verschwenk bleiben gültig


23.11.2010
Es ist und bleibt unvernünftig, einen S-Bahn-Halt hunderte Meter weit weg von der nächsten größeren Siedlung zu bauen, mitten in und durch die Felder des Knoblauchslandes.

Trotz des neuen Gutachtens bleiben die Argumente gegen den S-Bahn-Verschwenk weiter gültig. Es ist und bleibt unvernünftig, einen S-Bahn-Halt hunderte Meter weit weg von der nächsten größeren Siedlung zu bauen, mitten in und durch die Felder des Knoblauchslandes. Mit einem Wert von 0,97 in der Nutzen-Kosten-Bewertung schrammt die Bestandstrasse mit sogar zwei Haltepunkten zudem nur äußerst knapp am Mindestwert von 1,0 vorbei. Damit liegt die Bestandtrasse in greifbarer Nähe. Das Bewertungsverfahren soll Objektivität und Klarheit über die Kosten bringen. Zugleich darf es nicht blind für eine pragmatische Lösung im Interesse der Bürgerinnen und Bürger sein. Rundungsdifferenzen und die zum Teil noch umstrittene Höhe von Baukosten für einzelne Teilaspekte dürfen diese nicht verhindern.

Dem Vernehmen nach ist es in der gemeinsamen Planungsrunde aus Stadt Fürth, Freistaat und Bahn nur zum Teil gelungen, zwei großen Kostenblöcke aus der Zurechnung zur S-Bahn zu nehmen. Der mit oder ohne S-Bahn-Gleis an dieser Stelle nötige Lärmschutz und eine Unterführung entlang der Bestandsstrecke werden der S-Bahn zugeschlagen. Dadurch wird diese künstlich verteuert, obwohl auch die „ICE-Gleise“ davon profitieren. Das noch unveröffentlichte Gutachten muss zeigen, ob und wie sich dieser Umstand auswirkt. Bei fehlenden 0,03 Prozentpunkten geht es um eine vergleichsweise geringe Summe, die noch eingespart werden muss. Mit einigen weiteren kreativen Veränderungen ist dies sicher darstellbar.