Kleine Anfrage: Migrationskrise in Lateinamerika


01.02.2019
Der seit 2014 anschwellende Exodus aus dem krisengeschüttelten Venezuela hat sich zu einer Massenflucht von 2,4 Millionen Menschen entwickelt. Ein weiterer Auswanderungsstrom geht von Nicaragua aus. Seit April 2018 wird das Land durch gewaltsame Ausschreitungen erschüttert. Über 25 000 Menschen sind in das kleine Nachbarland Costa Rica geflohen. Gleichzeitig flüchten immer mehr Menschen aus den zentralamerikanischen Staaten Guatemala, Honduras und El Salvador vor massiver Gewalt und Armut.

Trotz anfänglicher Solidarität versuchen immer mehr Länder den Migrantenstrom zu bremsen, um soziale Spannungen einzudämmen. Die meisten Staaten Lateinamerikas sind weder finanziell noch logistisch für die Aufnahme Hunderttausender Flüchtlinge ausgerüstet. Die Krise hat somit das Potenzial, einige Regionen des Kontinents zu destabilisieren.

Wir wollen auf die dramatische Lage in Lateinamerika aufmerksam machen, die weder medial noch im Parlament angemessen diskutiert wird. Wir wollen Erkenntnisse über den Wissensstand der Bundesregierung gewinnen und ggf. politische Forderungen (wie z.B. Humanitäre Hilfe in Transit- und Aufnahmeländern) daraus ableiten.

Hier geht's zur KA 19/6600 und der Antwort der Bundesregierung