Kleine Anfrage: Förderung von Grundbildung durch die deutsche Entwicklungszusammenarbeit


19.04.2018
Regierungen weltweit haben sich verpflichtet, die Globalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs) bis zum Jahr 2030 zu erreichen. Das Bildungsziel der Agenda 2030 lautet: „Bis 2030 für alle Menschen inklusive, chancengerechte und hochwertige Bildung sicherstellen sowie Möglichkeiten zum lebenslangen Lernen fördern“.

Wie aus dem Weltbildungsbericht 2017/2018 von UNICEF hervorgeht, besuchen 264 Millionen Kinder und Jugendliche weiterhin keine Schule, über 100 Millionen junge Menschen können nicht lesen. Die Bildungssysteme weltweit bewegen sich nicht ausreichend auf die globalen Ziele zu. Derzeit sind vor allem die marginalisierten Gruppen die Leidtragenden.

Das Engagement der deutschen Entwicklungszusammenarbeit fokussiert zurzeit insbesondere auf die berufliche Bildung. Zivilgesellschaftliche Organisationen kritisieren jedoch, dass die Bemühungen in der Grundbildung und zur verbesserten Chancengerechtigkeit unzureichend sind. Die Bundesregierung vernachlässigt aus Sicht der Fragensteller Bevölkerungsgruppen, die im besonderen Maß vom Zugang zu Bildung und ihrem erfolgreichen Abschluss ausgeschlossen bleiben (dazu gehören vor allem Mädchen, Kinder mit Behinderungen oder Kinder in abgelegenen ländlichen Gebieten etc.). Die Problematik der Ausgrenzung von besonders benachteiligten Bevölkerungsgruppen und der Aufbau von inklusiven Bildungssystemen werden vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) zu wenig strategisch bedacht. Auch die finanzielle Unterstützung im Bereich Grundbildung ist ungenügend.



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