Handel & Weltwirtschaft

In der globalisierten Wirtschaft spielt der Welthandel eine herausragende Rolle. Es braucht daher eine entwicklungsdienliche, menschenrechtsbasierte Handelspolitik, die auf die Bedürfnisse der Partnerländer ausgerichtet ist. Derzeit benachteiligen die Handelsstrukturen die Länder des Globalen Südens. Die von den Industriestaaten vorangetriebene Liberalisierungspolitik gefährdet ganze Wirtschaftssektoren und erhöht die Abhängigkeit der Länder des Globalen Südens.

Gleiches gilt für die Produktionsverhältnisse in internationalen Lieferketten. Durch verbindliche Umwelt- und Sozialstandards müssen die Lebensverhältnisse der Menschen in den Ländern des Globalen Südens nachhaltig verbessert werden. Egal ob auf den Kakaoplantagen der Elfenbeinküste oder in den Textilfabriken Südostasiens – durch die Ausbeutung der Menschen und den Raubbau an der Natur erwirtschaften transnationale Konzerne Gewinne in Ländern des Globalen Südens, weil sie soziale, ökologische und menschenrechtliche Standards nicht einhalten. Das muss sich ändern.

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15.10.2020

Bodenlos! Bundesregierung trägt durch Außenwirtschaftsförderung zu Vertreibungen in Guinea bei

Mit Kreditgarantien in Höhe von rund 250 Millionen Euro unterstützt die Bundesregierung den Ausbau einer Bauxitmine in Guinea und trägt so massiv zu Umweltzerstörung und Menschenrechtsverletzungen bei. Ein Dorf wurde von den Minenbetreibern bereits zwangsweise umgesiedelt. Durch die geplante Erweiterung der Mine sind weitere 13 Dörfer bedroht.

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13.10.2020

Kleine Anfrage: Sojaimporte nach Deutschland

Die weltweite Nachfrage nach Sojaerzeugnissen hat sich in den vergangenen 50 Jahren mehr als verzehnfacht. Zuletzt ging mehr als ein Viertel der Entwaldung im brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso auf Sojafarmen zurück, 95 Prozent davon fanden ohne Genehmigung statt. Ein aktueller Bericht zu den Sojalieferketten in der EU berichtet, dass nur 22 Prozent des in Deutschland verwendeten Sojas als entwaldungsfrei zertifiziert sind. Hierzu befragt Uwe Kekeritz die Bundesregierung.

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15.09.2020

Antrag: Strukturen zur Umsetzung der Agenda 2030 auf allen Ebenen verankern

In dem Antrag wird die Bundesregierung aufgefordert für Strukturen zu sorgen, die die Umsetzung der Agenda 2030 auf den Ebenen Kommunen/Länder, Bund, EU und VN voranbringt. Zentrale Forderungen auf Bundesebene sind die Einführung einer ausführlichen Nachhaltigkeitsgesetzesfolgenabschätzung sowie der Einsetzung eines Nachhaltigkeitskontrollrats.

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11.09.2020

Acht Jahre nach Fabrikbrand in Pakistan: Deutschland braucht endlich ein Lieferkettengesetz

Zum Jahrestag der Brandkatastrophe in der Ali-Textilfabrik in Pakistan erklärt Uwe Kekeritz, Sprecher für Entwicklungspolitik:

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