Handel & Weltwirtschaft

In der globalisierten Wirtschaft spielt der Welthandel eine herausragende Rolle. Es braucht daher eine entwicklungsdienliche, menschenrechtsbasierte Handelspolitik, die auf die Bedürfnisse der Partnerländer ausgerichtet ist. Derzeit leiden Entwicklungsländer unter den Handelsstrukturen. Die von den Industriestaaten vorangetriebene Liberalisierungspolitik gefährdet ganze Wirtschaftssektoren und erhöht die Abhängigkeit der Entwicklungsländer.

Gleiches gilt für die Produktionsverhältnisse in internationalen Lieferketten. Durch verbindliche Umwelt- und Sozialstandards müssen die Lebensverhältnisse der Menschen in Entwicklungsländern nachhaltig verbessert werden. Egal ob auf den Kakaoplantagen der Elfenbeinküste oder in den Textilfabriken Südostasiens – durch die Ausbeutung der Menschen und den Raubbau an der Natur erwirtschaften transnationale Konzerne Gewinne in Entwicklungsländern, weil sie soziale, ökologische und menschenrechtliche Standards nicht einhalten. Das muss sich ändern.

 

Artikel zum Thema

28.06.2018

Kleine Anfrage: Geschäftstätigkeit von thyssenkrupp in Burundi

Am 14. April 2015 schloss die Thyssen Krupp Metallurgical Products GmbH, eine Tochtergesellschaft der thyssenkrupp AG, einen Abnahmevertrag mit zehnjähriger Laufzeit über Seltene Erden mit der Rainbow Rare Earths Ltd. in Burundi ab und wurde in Folge dessen deren exklusiver Vertriebspartner. Uwe Kekeritz und die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen befragen die Bundesregierung dazu.

weiter
23.11.2017

Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie weiterhin katastrophal!

Zum morgigen fünften Jahrestag der Brandkatastrophe in der Tazreen Fabrik in Bangladesch erklärt Uwe Kekeritz:

weiter
04.08.2017

Land unter beim Textilbündnis

Das von Entwicklungsminister Müller ins Leben gerufene Textilbündnis konnte die Arbeitsbedingungen in den Lieferketten der Textilproduktion bislang nicht verbessern. Nach Jahren des Stillstands droht das Projekt nun vollends zu scheitern.

weiter
10.07.2017

Afrika am Katzentisch

Unter der deutschen Präsidentschaft hat die G20 Afrika für sich entdeckt. Eine neue Partnerschaft soll her. Eine ernsthafte Befassung mit der Situation auf unserem Nachbarkontinent wäre durchaus begrüßenswert. Leider ist der Afrika-Schwerpunkt des G20-Gipfels eine Farce. Hier geht es nicht um eine echte Beteiligung des afrikanischen Kontinents, sondern, um eine fehlgeleitete Interessenspolitik.

weiter
12.06.2017

Grün. Global. Gerecht – Eckpunkte einer nachhaltigen Entwicklungspolitik

Der globale Rahmen für einen Paradigmenwechsel ist gesteckt. Die Agenda 2030 und das Klimaabkommen von Paris geben uns die Richtung vor. Doch dieser Rahmen muss nun gefüllt werden. In diesem Autor*innenpapier zeigen wir unsere Ansätze auf, wie der Beitrag Deutschlands dazu - jeneseits der stets wohlklingend Worte des aktuellen Entwicklungsministers und der gesamten Bundesregierung - aussehen kann und muss.

weiter