Handel & Weltwirtschaft

In der globalisierten Wirtschaft spielt der Welthandel eine herausragende Rolle. Es braucht daher eine entwicklungsdienliche, menschenrechtsbasierte Handelspolitik, die auf die Bedürfnisse der Partnerländer ausgerichtet ist. Derzeit leiden Entwicklungsländer unter den Handelsstrukturen. Die von den Industriestaaten vorangetriebene Liberalisierungspolitik gefährdet ganze Wirtschaftssektoren und erhöht die Abhängigkeit der Entwicklungsländer.

Gleiches gilt für die Produktionsverhältnisse in internationalen Lieferketten. Durch verbindliche Umwelt- und Sozialstandards müssen die Lebensverhältnisse der Menschen in Entwicklungsländern nachhaltig verbessert werden. Egal ob auf den Kakaoplantagen der Elfenbeinküste oder in den Textilfabriken Südostasiens – durch die Ausbeutung der Menschen und den Raubbau an der Natur erwirtschaften transnationale Konzerne Gewinne in Entwicklungsländern, weil sie soziale, ökologische und menschenrechtliche Standards nicht einhalten. Das muss sich ändern.

 

Artikel zum Thema

08.12.2017

WTO Konferenz in Buenos Aires: Zivilgesellschaft außen vor – Ernährungssouveränität in Gefahr

Zur 11. WTO-Ministerkonferenz in Buenos Aires erklärt Uwe Kekeritz MdB:

weiter
23.11.2017

Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie weiterhin katastrophal!

Zum morgigen fünften Jahrestag der Brandkatastrophe in der Tazreen Fabrik in Bangladesch erklärt Uwe Kekeritz:

weiter
04.08.2017

Land unter beim Textilbündnis

Das von Entwicklungsminister Müller ins Leben gerufene Textilbündnis konnte die Arbeitsbedingungen in den Lieferketten der Textilproduktion bislang nicht verbessern. Nach Jahren des Stillstands droht das Projekt nun vollends zu scheitern.

weiter
10.07.2017

Afrika am Katzentisch

Unter der deutschen Präsidentschaft hat die G20 Afrika für sich entdeckt. Eine neue Partnerschaft soll her. Eine ernsthafte Befassung mit der Situation auf unserem Nachbarkontinent wäre durchaus begrüßenswert. Leider ist der Afrika-Schwerpunkt des G20-Gipfels eine Farce. Hier geht es nicht um eine echte Beteiligung des afrikanischen Kontinents, sondern, um eine fehlgeleitete Interessenspolitik.

weiter