Finance in Common Summit: Entwicklungsbanken müssen sich schnell verändern


10.11.2020
In einer gemeinsamen englischsprachigen Erklärung fordern Uwe Kekeritz und weiteren Parlamentarier*innen aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden anlässlich des internationalen Gipfels der Entwicklungsbanken eine rasche Veränderung deren Handelns.

In ihrem Statement fordern die Abgeordneten mehr Transparenz und die Übernahme von Verantwortung durch die Entwicklungsbanken, eine konsequentere Ausrichtung der Investitionen an entwicklungspolitischen Zielen und Nachhaltigkeitskriterien, sowie eine stärkere Einbindung betroffener Menschen und Gemeinden.

Am Beispiel des – zwischenzeitlich bankrott-gegangenen – Projekts „Feronia“ formulieren die Abgeordneten ihr Fazit:

Entwicklungsbanken müssen schädlichen Investitionen stoppen. Anstatt sich in Paris zu treffen, um zu diskutieren, wie sie zur Überwindung der Covid-19-Krise beitragen können, halten wir es für sinnvoller, dass die Banken ihre derzeitige Arbeit kritisch reflektieren. Statt sich nur mit gleichgesinnten Partnern zu treffen, sollten sie einen Dialog mit Entwicklungsorganisationen, Mitgliedern der Zivilgesellschaft und insbesondere mit den von ihren Investitionen betroffenen Menschen aufnehmen.

Gleichzeitig müssen die Parlamente und Regierungen klare Regeln formulieren, die die Arbeit der Banken leiten. Wir fordern eine starke öffentliche Rechenschaftspflicht, ein starkes entwicklungspolitisches Mandat, mehr Rechte für die betroffenen Menschen und Gemeinschaften und ein klares Bekenntnis zu Umwelt- und Klimafragen.

Nur so besteht die Chance, dass diese Entwicklungsfinanzierungsinstitutionen endlich verlässliche Partner für eine Entwicklungsagenda werden, die Transparenz, Beteiligung der lokale Gemeinschaften und Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt stellen.

Hier die ganze Erklärung zum Nachlesen (englisch):
Interparliamentary statement on summit of public development banks 2020