Brief an honduranische Justiz: Sorge um honduranische Umweltaktivisten


10.09.2019
Gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen der Grünen-, Linken-, und der SPD-Fraktion  hat Uwe Kekeritz am Freitag, den 6. September einen gemeinsamen Brief an die Justiz- und Regierungsbehörden in Honduras verfasst. Anlass war die Anklage gegen sieben Umwelt- und Menschenrechtsverteidiger, die gegen ein Bergbauprojekt in ihrer Region protestieren sowie der Mord an einem weiteren Aktivisten.

Uwe Kekeritz mahnt an: „Wir sind sehr besorgt über die Sicherheit der Angeklagten und bitten um die Gewährleistung eines fairen, rechtsstaatlichen Verfahrens und die lückenlose Aufklärung des Mordes.“

Der Abbau von Eisenoxid im ehemals geschützten Gebiet des Nationalparks Montaña de Botaderos gefährdet das lokale Ökosystem und die Flüsse Guapinol und San Pedro. Gleichzeitig wird damit das Menschenrecht auf Wasser und auf Gesundheit der Gemeinden in der Region verletzt.

Bereits im Februar standen 13 Guapinol-Aktivist*innen vor Gericht. Damals hatte ich die deutsche Botschaft um Prozessbeobachtung gebeten. Die Anklage wurde im März fallengelassen.

Uwe Kekeritz zeigt sich besorgt: „Obwohl es in Lateinamerika fast nur demokratisch legitimierte Regierungen gibt, werden auf keinem anderen Kontinent so viele Umwelt- und Menschenrechtsverteidigerinnen und -verteidiger umgebracht. Und die Handlungsspielräume für zivilgesellschaftliche Bewegungen verkleinern sich in vielen Regionen. Dagegen müssen wir gemeinsam ankämpfen.“

-> Hier finden Sie die deutschsprachige Version des Briefes

-> Hier finden Sie die spanischsprachige Version des Briefes