Antrag: Über den eigenen Tellerrand hinaus – Mit Agrarökologie und kohärenter Politik Ernährungssouveränität im Globalen Süden ermöglichen


16.01.2020
Das Recht auf Nahrung ist ein Menschenrecht. Nach einem Jahrzehnt der positiven Entwicklung stieg jedoch die absolute Zahl der Hungerleidenden in 2018 das dritte Jahr in Folge und beträgt nun 821 Millionen Menschen. Alle zehn Sekunden stirbt ein Kind unter fünf Jahren an den Folgen von Hunger. Gleichzeitig sind Übergewicht und die damit verbundenen Folgen für die Gesundheit ein wachsendes Problem. Das globale Ernährungssystem insgesamt befindet sich in einer eklatanten Schieflage.

Um Betroffene dabei zu unterstützen, ihr Recht auf Nahrung durchzusetzen, müssen ein agrarökologisch ausgerichteter globaler Kurswechsel, engagierter Klimaschutz und Politikkohärenz auf nationaler und internationaler Ebene eingeleitet werden.

Während es zwar ein Schritt in die richtige Richtung war, dass die Koalition vor kurzem die Bedeutung der Agrarökologie für die Entwicklungszusammenarbeit anerkannte (BT-Drucksache 19/8941), wehrt sie sich jedoch vehement die notwendigen strukturpolitischen Transformationen anzustoßen, die den Hunger nachhaltig bekämpfen und ein gerechtes Ernährungssystem ermöglichen würden. Wir senden mit dem Antrag das Signal an die Bundesregierung, Öffentlichkeit und Zivilgesellschaft, dass die Herausforderungen der Verwirklichung des weltweiten Rechts auf Nahrung ganzheitlicher begriffen werden müssen und wir die entsprechenden Schritte fordern.



Weiterführende Links:
Der ganze Antrag zum Nachlesen