Antrag: Rechtssicherheit in internationalen Lieferketten stärken – Haftung für Prüfunternehmen festschreiben


29.01.2020
Die Rana Plaza Textilfabrik in Bangladesch und die gebrochenen Dämme in Brasilien, waren durch deutsche Audit-Unternehmen, den TÜV Rheinland bzw. den TÜV Süd zertifiziert. Bislang können die verantwortlichen Auditierungsfirmen für fehlerhafte Einschätzun-gen nur selten zur Rechenschaft gezogen werden. Vor diesem Hintergrund fordern wir die Verantwortung von Zertififizierungsunternehmen gesetzlich festzuschreiben.

Überall auf der Welt kommt es in der globalisierten Wirtschaft zu Menschenrechtsverletzungen. Ein zentrales Problem liegt in der Unübersichtlichkeit der Lieferketten. Zertifikate, die die Einhaltung von Umwelt- und Sozialstandards suggerieren kommen häufig zu zweifelhaften Bewertungen. Das wollen wir ändern, indem auch Zertifizierer entlang der Kette haftbar gemacht werden.

Der Antrag ergänzt das Grüne Maßnahmenpaket „Zukunfstfähige Unternehmensverantwortung“ und soll dazu beitragen, bestehende Regelungslücken zu schließen und in Zukunft auch nach der Einführung eines Lieferkettengesetzes rechtliche Grauzonen zu beseitigen.



Weiterführende Links:
Der Antrag zum Nachlesen (Bt-Drs.: 19/16883)