Antrag: Das Recht von Mädchen auf Bildung und Gesundheit in Krisen- und Konfliktgebieten stärken und die G7-Deklaration zügig und konsequent umsetzen


12.12.2018
Bildung ist ein Menschenrecht und ein grundlegender Faktor für Entwicklung. Bisher sind Bildungsinitiativen in Krisenkontexten aber häufig nur kurzfristig angelegt und chronisch unterfinanziert. Der Antrag zeigt auf, welchen Platz das Thema Mädchenbildung in Konflikt- bzw. instabilen Gebieten im Rahmen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit haben sollte und welche Lücken es bislang gibt.

Neben der Frage nach Schnittstellen zwischen Bildung, sexuellen Rechten und reproduktiver Gesundheit wird deutlich, wie eine langfristig inklusive, chancengerechte und hochwertige Bildung für alle im Sinne der SDGs tatsächlich zu ermöglichen ist. Gemeinsam mit zivilgesellschaftlichen Organisationen müssen wir verhindern, dass wegen andauernder Krisen eine verlorene Generation heranwächst. Bildung und Zugang zu Gesundheit für Mädchen ist die Basis ein selbstbestimmtes Leben und liefert eine hohe Friedensdividende.

Die Bundesregierung soll Bildungsprogramme in Krisen- und Konfliktsituationen ausbauen und Gleichberechtigung der Geschlechter zum Kernziel der Bildungsstrategie machen. Die G7-Deklaration soll zügig und konsequent umgesetzt werden und die zugesagten finanziellen Mittel für die Bildung und Gesundheit von Mädchen und Frauen in bewaffneten Konflikten und Krisen bereit gestellt werden. Deutschland hinkt in diesem Bereich massiv hinterher und konterkariert seine selbstgesteckten Ziele.



Weiterführende Links:
Der ganze Antrag zum Nachlesen (BT-Drs.: 19/6439)