Antrag: Das Menschenrecht auf Gesundheit umsetzen – Zugang zu Medikamenten weltweit verwirklichen


31.01.2012
Der universelle Zugang zu Medikamenten ist eine Grundvoraussetzung, um das Menschenrecht auf Gesundheit zu verwirklichen.

Etwa 1,7 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu essentiellen Medikamenten. Große Teile der Bevölkerung in Entwicklungs- und Schwellenländern leiden unter einer unzureichenden Versorgung mit Arzneimitteln zur Prävention (z.B. Mikrobizide und Impfstoffe) und Behandlung sowie Diagnostika. Die meisten Erkrankungen in Entwicklungs- und Schwellenländern sind armutsbedingt. Aber auch umgekehrt gilt: Krankheiten fördern und verursachen Armut, sind deshalb ein bedeutendes Entwicklungshemmnis und konterkarieren die Ziele der Entwicklungszusammenarbeit.

Einerseits gibt es nur wenige oder nur wenig geeignete Medikamente, die insbesondere in diesen Ländern auftreten, andererseits ist der Zugang zu Medikamenten stark eingeschränkt. Aber auch die Versorgung der armen Bevölkerung mit bereits existierenden medizinischen Produkten ist problematisch. So führen beispielsweise hohe Medikamentenpreise dazu, dass sich viele Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländern die notwendigen Medikamente nicht leisten können. Wir Grünen fordern, die Forschungsförderung im Bereich vernachlässigte Krankheiten deutlich zu steigern und gleichzeitig hier die öffentliche Forschung sozialverträglich zu gestalten. Ebenso fordern wir die Bundesregierung auf, die Durchsetzung von TRIPS+-Bestimmungen in Handelsabkommen zu verhindern und die öffentliche Gesundheit zu schützen.



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