Zum Weltmalariatag – Es muss noch viel getan werden!


25.04.2013
Im Vorfeld des Weltmalariatags nahm Uwe Kekeritz bei einer Podiumsdiskussion zu Malaria anlässlich der Filmpremiere von „Mary & Martha“ teil. Der Kampf gegen die Malaria hat im letzten Jahrzehnt zwar viele Fortschritte gemacht und trotzdem fordert Malaria noch immer jede Minute den Tod eines Kindes in Subsahara Afrika.

In der Diskussionsrunde wurde über den Hintergrund von Malaria, Instrumente im Kampf gegen die Krankheit und Kosten gesprochen. Uwe Kekeritz betonte, dass es noch viel im Kampf gegen die Malaria zu tun gibt. Er erklärte aber, dass es in erster Linie nicht darum geht, die Krankheit auszurotten, sondern sie unter Kontrolle zu bringen. Die Verantwortung liegt dabei besonders auch bei der Forschung. „Die Medikamentenforschung wurde in diesem Bereich zwar verbessert, aber die Pharmaindustrie beschäftigt sich lieber mit Schönheitsmitteln.“ Auf die Frage, welche Auswirkungen Malaria in den jeweiligen Ländern hat, erklärt Uwe Kekeritz, dass sich die Krankheit sich nicht nur auf die Person, sondern besonders auch auf die Familien auswirkt. Wenn diese nicht die finanziellen Mittel haben, um den Kranken zu versorgen wird es besonders problematisch. Neben den Auswirkungen auf die Familien erläutert er als Vorsitzender des Unterausschusses „Gesundheit in Entwicklungsländern“ auch noch, dass Krankheiten allgemein starke volkswirtschaftliche Probleme mit sich ziehen.  Deswegen fordern die Grünen mehr Ausgaben in diesem Bereich. „Die Investitionen gegen Malaria und im Gesundheitsbereich ganz generell sind mit die effektivsten Investitionen, die wir verzeichnen können. Denn Armutskrankheiten wie Malaria haben ernst zu nehmende sozio-ökonomische Auswirkungen und blockieren eine positive gesellschaftliche Transformation. Darum müssen wir hier und jetzt investieren, um eine gesunde Zukunft möglich zu machen.“

Nach der kurzen Diskussion der Panel-Teilnehmer wurde noch eine Videobotschaft vom Drehbuchautor Richard Curtis gezeigt. Anschließend  wurde dann der Film „Mary & Martha“ präsentiert, eine Geschichte über zwei Mütter, eine aus Großbritannien die andere aus Amerika, die ihre Söhne durch Malaria verlieren und daraufhin der Krankheit den Kampf ansagen.

Laut WHO gibt es jährlich rund 250 Millionen Malaria-Infizierte und es sterben eine halbe Million Menschen an der Krankheit. Doch das sind noch vorsichtige Schätzungen. Forscher von der Universität Seattle schätzen die Zahl sogar auf über 1,2 Mio. Menschen. Der Globale Fonds ist ein zentrales Instrument im Kampf gegen Malaria. Bei der diesjährigen Wiederauffüllungskonferenz des Globalen Fonds muss Deutschland endlich seiner internationalen Verantwortung gerecht werden und sich klar für eine deutliche Erhöhung der Mittel einsetzen.