Wir haben es satt


06.01.2013
Uwe Kekeritz warb beim Neujahrsempfang der Bayreuther Grünen für eine gerechte Landwirtschaft und Ernährung weltweit

Mit einem fairen, biologischen und regionalen Brunch läuteten die Bayreuther Grünen das Neue Jahr ein. Uwe Kekeritz sprach sich als Gast aus Mittelfranken dafür aus, dass auch 2013 verstärkt unsere Ernährungsgewohnheiten im Fokus stehen müssen. „Wir tragen mit unserer Agrarindustrie zum weltweiten Hunger bei“, bekräftigte der Abgeordnete. Hoch subventionierte landwirtschaftliche Produkte aus der Europäischen Union und den USA überschwemmen weiterhin die Märkte in Südamerika, Afrika und Südostasien.

Zerstörung lokaler Märkte

„Damit werden lokale Märkte zerstört“, war sich Kekeritz sicher, „und Bauern ziehen in die Slums der Städte, wo Verelendung droht“. Er wollte die grünen Mitglieder jedoch nicht mit dieser Problembeschreibung allein lassen: „Es geht auch anders! In den 60er Jahren waren die meisten Länder weltweit in der Lage, sich selbst mit Lebensmitteln zu versorgen.“ Die bisherige Art der Entwicklungszusammenarbeit sei eben immer vorrangig eine „Hilfe“ gewesen und damit nicht zukunftsfähig.

Kleinbauern fördern

Die Lösung sei stattdessen die Förderung der Kleinbauern und lokalen Märkte, der sofortige Stopp von Überschussexporten aus Industrieländern und die weltweite Umstellung der Landwirtschaft auf ökologischen Landbau. Davon profitierten dann nicht nur die Menschen direkt über ausreichend und gesündere Lebensmittel, sondern auch das Weltklima. Letztendlich würden so auch die vielen regionalen und lokalen, gewaltsamen Konflikte um Wasservorräte, Landflächen und Rohstoffe unterbunden.

Mit der Landtagsabgeordneten Ulrike Gote war Kekeritz sich einig: Die Regierung in Bayern und im Bund ist angezählt. Damit gebe es gute Chancen, ab September eine gute Landwirtschaftspolitik für Mensch und Tier umzusetzen.