Wir brauchen eine dritte Erstaufnahmeeinrichtung in Bayern!


16.07.2013
MdB Uwe Kekeritz und MdL Renate Ackermann erkundigten sich über die Zustände in der Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Zirndorf.

„Die Zustände in Zirndorf sind untragbar!“ stellte Uwe Kekeritz wieder einmal fest. Die PolitikerInnenbesuche in der Einrichtung häufen sich seit mehreren Jahren, doch die Staatsregierung handelt nicht. Seit 2 Jahren ist die Einrichtung kontinuierlich überfüllt.

Lippenbekenntnisse von Seehofer

„Die Staatsregierung muss dem steigenden Zustrom von Flüchtlingen endlich ordentlich ausgestattete Einrichtungen gegenüberstellen! Sonst ist Seehofers Gerede von einer neuen Ausrichtung in der Flüchtlingspolitik nichts als Propaganda!“, betonte Kekeritz.

Zirndorf ist überfüllt

Die Fakten sind erschreckend: Zirndorf ist als Einrichtung vollkommen ausgereizt. Die Kapazitäten sind auf 650 Personen ausgelegt, ca. 900 – 1.000 Menschen halten sich aber dort auf. Kapelle und Garagen sind als Notquartiere eingerichtet worden. Die Platznot in Zirndorf rührt auch daher, dass die Landkreise ihrerseits nicht genügend Gemeinschaftseinrichtungen organisieren (können). Das Erstaufnahmelager in München hat sich bereits für überfüllt erklärt und Flüchtlinge nach Zirndorf überwiesen.

Für Kekeritz und Ackermann ist daher klar: „Wir brauchen eine dritte Erstaufnahmeeinrichtung in Bayern.“

Zumindest eine positive Nachricht konnten die beiden Abgeordneten vermelden: Die Sozialberatung wurde um 24 Stunden die Woche aufgestockt. Dolmetscher der Sozialberatung müssen allerdings über Spenden finanziert werden.