Uwe Kekeritz besucht COMPLEX-Gewerbehof in Fürth


25.06.2015
Am 25. Juni besuchte Uwe Kekeritz, Fürther Bundestagsabgeordneter, zusammen mit dem wirtschaftspolitischen Sprecher der grünen Bundestagsfraktion, Dieter Janecek, den Gewerbehof der Stadt Fürth - das COMPLEX in der Südstadt. Interessante Einblicke in die StartUp-Szene und ein Austausch mit den Verbandssprechern von IHK und HWK gab's - und obendrein ein Lob von IHK und HWK für das Interesse an und die Sachkunde in Wirtschaftsthemen bei den GRÜNEN.

Seit 2001 existiert der Gewerbehof der Stadt Fürth in der Südstadt und bietet jungen Unternehmen vom Ein-Mann/Frau-Betrieb bis zum aufstrebenden KMU eine Heimstatt. Nach anfänglichen Schwierigkeiten – auch was die Deckung der Ausgaben durch Mieteinnahmen betraf – konnte das COMPLEX spätestens seit der Quelle-Insolvenz und den darauf nach Fürth geflossenen Geldern zum Erfolg werden. Ein neues Gebäude nach neuesten Effizienzrichtlinien gebaut, das jungen Gründern schlüsselfertige Geschäftsräume vermietet, steht für den Erfolg und ein volles Haus.

Stolz berichtet die Prokuristin Michaela Partheimüller, dass schon zahlreiche Gründer den Sprung raus aus dem COMPLEX in eigene Räume erfolgreich geschafft haben. In den fast 15 Jahren gab es nur eine Insolvenz. Auch die besuchten Unternehmen „machen.de“ und „Aquakin“ belegen das. Das COMPLEX bietet allen Branchen einen Anlaufpunkt. Besonders sollen aber auch und gerade handwerkliche Gründer angezogen werden. Darunter die Tüftler von Aquakin (Leif Schöller), die neue und schonende Wasserkraftwerke entwickeln – und stolz ihre Prinzipien präsentieren. Noch sind sie auf der Suche nach Investoren, die ihren interessanten Ideen zum Durchbruch auf dem Markt verhelfen und zum Bau von Vorserienmodellen verhelfen. Interessant könnten diese Kleinst-Wasserkraftwerke auch für Entwicklungsländer sein, da sie kaum Eingriffe in Flora und Fauna erfordern und trotzdem eine stabile Stromerzeugung ermöglichen.

Im zweiten Teil des Besuchs kamen dann noch die Fürther Spitzen der Industrie- und Handelskammer (Hr. Fuchs), der Handwerkskammer (Hr. Ammon) sowie ein Vertreter einer lokalen Genossenschaftsbank (Hr. Hunneshagen) zum Austausch dazu. Dabei bestätigten alle, dass sie die sachverständigsten und fundiertesten GespächspartnerInnen – auch und gerade wenn es Meinungsverschiedenheiten gibt – bei den GRÜNEN antreffen würden. Angesprochen wurden Probleme und Herausforderungen für die Fürther Wirtschaft, darunter auch ein Ressourcenproblem, das besonders Grüne umtreibt: Platz.

Fürth gehen langsam aber sicher die Flächen aus, auf denen sich Gewerbe ansiedeln kann. Dabei war im Rückblick der Abzug der amerikanischen Streitkräfte für Fürth ein Glücksfall. So steht auch das COMPLEX auf dem ehemaligen Army-Gelände. Im Nachhinein können auch die jüngsten Herausforderungen für die Stadt (die Pleiten von Grundig und Quelle) als im Großen und Ganzen gemeistert angesehen werden. Dennoch liegt auch in der geografischen Lage für die Fürther Wirtschaft weiter eine Herausforderung. Fürth hat – wohl als einzige Großstadt – mehr Aus- als Einpendler. Die Nachbarstädte Erlangen und Nürnberg bieten viele attraktive Arbeitsplätze, die von FürtherInnen besetzt sind.

Platz ist auch für die Wohnbevölkerung knapp, weshalb künftig gerade für Fürth eine gute Verkehrsanbindung ans Umland notwendig ist. Hier kann das Auto nicht die Lösung sein, vielmehr muss ein gutes Angebot bei Bus und Bahn entwickelt werden.

Zusammenfassend bleibt festzuhalten: Grüne können Wirtschaft – sagt die Wirtschaft. Und sie interessieren sich – anders als Vertreter der politischen Mitbewerber – gerade auch für die kleinen aber feinen UnternehmerInnen und GründerInnen.