Tod der honduranischen Aktivistin Berta Cáceres


11.03.2016
Am 02. März 2016 wurde die honduranische Umweltschützerin und Menschenrechtsverteidigerin Berta Cáceres ermordet. Grund dafür war ihr unermüdlicher Kampf gegen Umweltzerstörung und Menschenrechtsverletzungen durch Wirtschaft und Politik.

Cáceres gehörte dem indigenen Volk der Lenca an, für den sie sich stetig einsetzte. Als Umwelt- und Menschenrechtsaktivistin engagierte sie sich gegen Bauprojekte im Siedlungsgebiet ihres Volkes, etwa gegen Staudämme und die Errichtung von Bergwerken.

Als Anfang 2012 der Bau des Staudamms Agua Zarca in der Region Rio Blanco begann, kämpfte Cáceres für ihre Heimat. Das Bauunternehmen DESA hat die notwendigen Zustimmungen der betroffenen Gemeinde missachtet. So wurden die Rechte der Lencas  nicht mehr respektiert. Daraufhin  organisierte Cáceres  einen friedlichen Widerstand gegen das Projekt. Als eine der Gründer*innen des Zivilen Rates der Indigenen- und Volksorganisationen von Honduras (COPINH) führte sie diesen auch an. Mit ihrer Protestbewegung hatte sie unter anderem den weltweit größten Dammbauer Sinohydro und die Weltbank zum Ausstieg des Projektes gezwungen.

Im letzten Jahr wurde Berta Cáceres mit dem international renommierten Goldman Umweltpreis ausgezeichnet. Doch immer wieder wurde sie bedroht und eingeschüchtert. Schon 2013 sagte sie: „Am Ende bin ich in diesem Land mit völliger Straffreiheit/Gesetzlosigkeit verletzlich. Wenn sie mich töten wollen, dann werden sie es tun.“

Uwe Kekeritz zeigt sich bedrückt: „Cáceres Tod ist ein Verlust für die Verteidigung der Menschenrechte in Honduras und weltweit. Deshalb müssen sich die Schutzmaßnahmen des honduranischen Staates für MenschenrechtsverteidigerInnen ändern. Der Mordfall muss untersucht werden. Beteiligte Firmen müssen sich aus dem Bauprojekt des Staudammes Agua Zarca zurückziehen.“

Außerdem steht die Frage offen, warum seitens der Regierung die seit 2009 eingeforderten Schutzmaßnahmen für Berta Cáceres nicht umgesetzt wurden.