Taube Ohren statt helfender Hand – Die Nationale Kontaktstelle der OECD verzögert die Annahme der Beschwerde gegen deutsche Bekleidungsunternehmen.


09.09.2013
Die deutsche Nationale Kontaktstelle (NKS) der OECD spielt bewusst auf Zeit. Sie verzögert die Entscheidung über die Annahme der OECD-Beschwerde gegen C&A, Karl Rieker und KiK und macht sich so zum Handlanger der Wirtschaftsinteressen deutscher Großkonzerne.

Obwohl die Entscheidung über die Annahme der Beschwerde schon seit knapp einem Monat aussteht verweigert die NKS eine schnelle Entscheidungsfindung. Deshalb beschwerte sich Uwe Kekeritz nun beim Investitionsrat der OECD. Außerdem äußerte er seinen Unmut in einem Schreiben an das zuständige Bundeswirtschaftsministerium und verlangt tatkräftiges Handeln zum Wohle der Opfer.

„Das Verhalten der NKS ist ein Skandal! Insbesondere für die Opfer der Katastrophe, die von den verantwortlichen Stellen im Stich gelassen werden. Die Ignoranz des Wirtschaftsministeriums, ist aber auch ein Fingerzeig an die globale Zivilgesellschaft: die NKS macht deutlich, dass  sich die Bürger nicht auf die Politik verlassen können wenn das Verhalten mächtiger Konzerne zur Gefahr für Leib und Leben wird.“ erklärt Kekeritz.

Anstatt Ihre Rolle als Anlaufstelle für die Zivilbevölkerung wahrzunehmen wird die Entscheidung über die Annahme oder Ablehnung der Beschwerde hinausgezögert. Die Tatsache, dass Untersuchungsberichte über die Brandkatastrophe schon seit Monaten vorliegen macht das Verhalten der NKS noch unverständlicher. Eine Pressemitteilung von Uwe Kekeritz, sowie die Briefe an die OECD und das Bundeswirtschaftsministerium können hier abgerufen werden:

130905_Brief_Henckel
130905_Letter_Scholz

 

 



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PM vom 6. September 2013