Spielerisch die Eine Welt entdecken


26.07.2012
„Schön, dass die Messe das erste Mal in Nürnberg stattfindet. Das macht’s SchülerInnen aus Nordbayern einfacher, mitzumachen,“ freut sich Uwe Kekeritz. Auf seine Initiative war die Messe nach Franken gekommen.

Über 40 Eine-Welt-Initiativen waren nach Nürnberg gekommen, darunter auch SchülerInnen mit ihren Projekten. Sie boten sehr gute Ausstellungen und freuten sich über die vielen Kinder und Jugendlichen, die die Messe besuchten. Besonders begeistert waren die BesucherInnen von den Aktionen an einigen Ständen, die die Themen Fairtrade und Eine Welt spielerisch vermittelten. Daneben gab es etliche Vorträge und Workshops.

Gemeinsam mit seiner Kollegin Dr. Bärbel Kofler und den Zuhörerinnen diskutierte Uwe Kekeritz die Frage „Rio+20: Was bringen große Konferenzen, wie geht es weiter?“ Auf die Frage, welche Verbindlichkeit die Ergebnisse von Rio haben antwortete Kekeritz: „Es handelt sich meistens nur um Willensbekundungen ohne Verpflichtungen. Die Rio +20 zeigt leider, dass die verantwortlichen Nationen weiter Zeit verspielen. Sie stellen sich nicht den Herausforderungen im ökologischen, sozialen und friedenspolitischen Bereich.“

Wichtig sei, dass die Diskussion über wirksame Strategien gegen den Klimawandel, für mehr soziale Gerechtigkeit und den Frieden in der Welt nicht versiegt. Allerdings sei der Aufwand für eine Superkonferenz in Rio dafür zu groß und zu umweltschädlich. Deutschland habe durch die Abwesenheit von Kanzlerin Merkel die Bedeutung der Konferenz nicht gewürdigt. Damit habe Deutschland zumindest zu einem kleinen Teil zum Scheitern der Konferenz beigetragen, kritisiert Kekeritz und fordert: „Globalpolitik muss auch in Deutschland Chefsache sein.“

Die Messe „Schule EineWelt“ war wieder ein voller Erfolg. Sie wird alle zwei Jahre vom Eine Welt Netzwerk Bayern organisiert. Heuer fand die Messe zum ersten Mal in Nürnberg statt. Bislang war sie immer in Augsburg angesiedelt.