Reise nach Vietnam und Bangladesch


23.05.2014
Vom 22. April bis 1. Mai war Uwe Kekeritz mit dem Ausschuss für Wirtschaftliche Zusammenarbeit auf Delegationsreise in Vietnam und Bangladesch.

In Vietnam reisten die Abgeordneten von Hanoi ins Mekong-Delta, um von dort nach Saigon weiterzufahren. Zum politischen Dialog  traf man sich mit VertreterInnen aus Politik und Zivilgesellschaft. Darüber hinaus besuchten die Abgeordneten deutsche Universität, sowie ein Aus- und Weiterbildungszentrum für BerufsschülerInnen. Im Anschluss wurde im Mekong-Delta ein Aufforstungsprojekt für Mangrovenwälder, durch das der Küstenschutz verbessert werden soll, in Augenschein genommen. Uwe Kekeritz ist vom Projekt überzeugt: „Was im bayerischen Wald gilt, gilt auch hier in Vietnam: Die Natur ist der beste Schutz für die Biodiversität. Die Mangroven bieten dem Fischnachwuchs einen geschützten Lebensraum und bilden einen natürlichen Schutz gegen die Gezeiten.  Sie sind zudem auch bei Fluten in der Regel ein starker Puffer gegen den Wasserdruck.“

Auch in Bangladesch standen Treffen mit politischen WürdeträgerInnen und AktivistInnen aus der Zivilgesellschaft auf dem Programm. Ein besonderer Fokus lag auf den Arbeitsumständen in der Bekleidungsindustrie. Die Abgeordneten besichtigten sowohl eine Textilfabrik als auch eine Gerberei, um sich vor Ort einen Eindruck von der Lage der ArbeiterInnen zu verschaffen. Die Delegation besuchte zudem Opfer der Einsturzkatastrophe der Rana Plaza Textilfabrik und legte Blumen an der Unglücksstelle nieder.

Uwe Kekeritz verlängerte seinen Aufenthalt um einen Tag, um weitere Textilfabriken zu besichtigen. Seine Erfahrungen fasst der fränkische Abgeordnete wie folgt zusammen:„ Seit den verheerenden Katastrophen von Tazreen und Rana Plaza hat sich im Land einiges getan. Allerdings sind die Arbeitsbedingungen und Sicherheitsstandards größtenteils  immer noch katastrophal! Die Unternehmen aber auch Politik und Gewerkschaften müssen endlich Lösungen finden um die Lage der Menschen zu verbessern. Sicherheit, Lohn und Nachhaltigkeit müssen hierbei die Handlungsschwerpunkte sein! Zudem müssen die Opfer der Brand- und Einsturzkatastrophen schleunigst entschädigt werden“

Zum Abschluss traf sich Uwe Kekeritz mit einheimischen Journalisten. Thema hierbei waren die Repressionen gegen die Presse und die Medien-Entwicklungszusammenarbeit. Hierzu noch einmal Kekeritz: „Die Pressefreiheit wird in Bangladesch mehr und mehr eingeschränkt. Die Tatsache, dass die Deutsche Welle gerade in dieser Situation ihr Bengali-Programm einstellen möchte, ist vor diesem Hintergrund ein fatales Signal! Eine mündige Zivilgesellschaft kann ohne unabhängigen Journalismus nicht heranwachsen“ .

In seiner Funktion als Abgeordneter wird Uwe Kekeritz weiterhin enge Kontakte nach Bangladesch pflegen und das Situation der ArbeiterInnen in der Textilgesellschaft weiterhin kritisch begleiten.