Kleine Anfrage: Stadtentwicklung in Entwicklungs- und Schwellenländern


10.08.2012
Mit dieser Kleinen Anfrage hakte Uwe Kekeritz und die GRÜNE Bundestagsfraktion nach, wie die Bundesregierung nachhaltige Stadtentwicklung in Entwicklungs- und Schwellenländern durch die deutsche Entwicklungszusammenarbeit fördert.

Das hohe Wachstum der Weltbevölkerung geht einher mit einer zunehmenden Verstädterung. Mit dem raschen Wachstum der Stadtbevölkerung in Schwellen- und Entwicklungsländern hält der Ausbau der Infrastruktur nicht Schritt. Eine Milliarde StadtbewohnerInnen leben weltweit in Slums unter menschenunwürdigen Bedingungen, unzureichender Wasser- und Sanitärversorgung sowie unzureichendem staatlichen Schutz. Städte sind zudem für 70 Prozent des weltweiten Ressourcenverbrauchs verantwortlich.

Das Städtewachstum bietet jedoch auch Chancen. Städte können mehr Arbeits- plätze sowie einen besseren Zugang zu Gesundheitseinrichtungen und Schulen bieten, als es häufig auf dem Land der Fall ist. Außerdem können sie als Zentren politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandels fungieren, die im besten Fall eine ganze Region positiv beeinflussen. Um diese Chancen nutzen zu können und die genannten Probleme zu vermeiden, ist jedoch eine partizipative und nachhaltige Stadtentwicklung zentrale Voraussetzung.

In Ihrer Antwort bekennt sich die Bundesregierung zur wichtigen Rolle von Städten. In den vergangenen 10 Jahren flossen 482,4 Mio. Euro im Rahmen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit in die Förderung der Stadtentwicklung. Gleichzeitig macht die Antwort der Bundesregierung aber auch deutlich welche Bereiche sie fördert und welche nicht. Besonders die Bereiche soziale Sicherheit, Energie und Klima werden nur geringfügig gefördert dabei sind das die Bereiche, die wichtige Bausteine für eine nachhaltige sozial-ökologische Stadtentwicklung liefern.



Weiterführende Links:


Lesen Sie hier die gesamte Antwort der Bundesregierung