Kleine Anfrage: Marktmacht der deutschen Supermarktketten und ihr möglicher Einfluss auf die Ausbeutung in der globalen Zulieferkette


29.08.2013
Durch die hohen Marktanteile führender Supermarktketten entsteht ein Kräfteungleichgewicht zwischen Handel und Herstellern. Uwe Kekeritz erfragt eine Stellungnahme der Bundesregierung im Blick auf die Auswirkungen dieser Marktmacht auf Entwicklungsländer.

Die fünf führenden Supermarktketten Edeka, Rewe, Aldi, die Schwarzgruppe (Lidl und Kaufland) und Metro teilen sich rund 90 Prozente des deutschen Marktes. Ihnen stehen allein in Deutschland zwischen 5 000 und     6 000 Lebensmittel-hersteller gegenüber. Global sind es unzählige weitere Zulieferer.

Supermarktketten kooperieren immer enger mit multinationalen Konzernen, die Lebensmittel in Entwicklungs- und Schwellenländern anbauen lassen und liefern. Um Marktanteile auszubauen, setzen die Supermarktketten ihre Zulieferer unter Druck, damit diese die Kosten weiter senken. Dieser Preis- und Kostendruck wird entlang der Lieferkette weitergegeben und führt in vielen Ländern der Erde zu unmenschlichen Arbeitsbedingungen, menschenunwürdigen Löhnen und Ausbeutung.

Die Bundesregierung wird deshalb aufgefordert den Einfluss deutscher Supermarktketten auf Arbeitsbedingungen und Umweltstandards in Entwicklungsländern einschätzen und Fakten zu unlauteren Handelspraktiken nennen.



Weiterführende Links:


http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/146/1714656.pdf