Kleine Anfrage: Gute Arbeit und ökologische Nachhaltigkeit weltweit – Unternehmensverantwortung in der globalen Zulieferkette


04.04.2014
Die Bundesregierung sieht Unternehmensverantwortung bisher als ausschließlich freiwillige Leistung an. Diese Politik führt dazu, dass wichtige Fragen im Unverbindlichen gelassen werden. Uwe Kekeritz hakt nach.

Seit einigen Jahren nimmt im Zuge der Globalisierung der Einfluss international agierender Unternehmen stetig zu. Durch ihre enorme Wirtschaftsmacht sind Unternehmen wichtige internationale Akteure. Während sich die Weltwirtschaft rasant globalisierte, wurde es versäumt, internationale Rechtsgrundlagen zu schaffen, die dem Verhalten von Unternehmen Rahmenbedingungen setzen.

So tolerieren oder ignorieren große internationale Konzerne häufig die Missachtung von international anerkannten Arbeitsstandards bei Zulieferern und Subunternehmen im Ausland. Diese Verlagerung der Probleme auf vorgelagerte Produktionsfirmen ist ein akutes Problem, was z.B. in Arbeitsumständen bei der Produktion von Textilien und Elektronikartikeln deutlich wird.

Auf internationaler Ebene legen die UN-Guiding Principles on Business and Human Rights mit den Prinzipien „Protect, Respect and Remedy“ fest, dass die Menschenrechte nicht nur für Staaten sondern auch für Unternehmen Gültigkeit haben. Uwe Kekeritz und seine Fraktion Bündnis 90/Die Grünen fragen, bis wann die Bundesregierung einen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Prinzipien vorlegt. Außerdem wird sich nach Maßnahmen der Bundesregierung für mehr Transparenz in der globalen Zulieferkette, zur Einhaltung von Arbeitsstandards in Drittländern sowie zur Verbesserung von Klagemöglichkeiten für Opfer von transnationalen Unternehmen erkundigt.



Weiterführende Links:


http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/010/1801044.pdf