Kinder fordern Kinderrechte weltweit


15.11.2012
Uwe Kekeritz diskutierte anläßlich des Jahrestages der UN-Kinderrechtskonvention mit GrundschülerInnen in Roßtal.

Roßtal ist Fairtrade-Town geworden: Ein Auftrag, der nicht nur Erwachsene angeht. In der Grundschule beschäftigen sich die Klassen 3 und 4 seit einigen Wochen mit den Lebensbedingungen von Kindern in Ländern des Südens und unserer Verantwortung dafür.

Der 20. November ist seit 1989 der Jahrestag der UN-Kinderrechtskonvention: Darin ist festgehalten, dass Kinder frei aufwachsen sollen, die Möglichkeit haben sich zu bilden und selbst mitzuentscheiden. Die Realität sieht für über 100 Millionen Kinder weltweit leider anders aus. Sie werden zur Kinderarbeit verpflichtet, häufig zur ausbeuterischen Kinderarbeit. Das heißt, sie verdienen nicht nur etwas dazu, sondern haben keine Gelegenheit mehr eine Schule zu besuchen oder zu spielen.

Vision durch Bildung verwirklichen

Die Vision für eine bessere Welt gibt es. Das zeigten die Schulklassen mit einem Lied über eine gerechte Kinderwelt, in der Kinder auch das Recht haben, nein zu sagen. „Gewaltfreie Erziehung aber auch akzeptables Wohnen, gesundheitliche Versorgung und eine gute Schulbildung sollten allen Kindern, unabhängig von Hautfarbe und Herkunft zu Verfügung stehen“, bekräftigten sie.

Ernst, aber auch spielerisch, mit Gruppenarbeit, Zeichnungen und Musik erfassen Kinder auch Bereiche, die ihrer eigenen Welt scheinbar fern sind. In späteren Jahren kommt ihnen dieser Weitblick dann zugute.

Globales Lernen fängt früh an

Kekeritz zeigte sich tief beeindruckt vom Konzept des jahrgangsübergreifenden Unterrichts. Die Kinder hatten sich ein umfangreiches Wissen zu diesem Thema erarbeitet. Der Abgeordnete lobte: „Der pädagogische Ansatz, der in der Grundschule Roßtal umgesetzt wird, entspricht genau den Vorstellungen einer breiten Bildungs-arbeit. Globale Strukturen kann man schon in Jahrgangsstufe drei und vier vermitteln, wenn dies mit Engagement geschieht und die Kinder nicht überfordert“, stellte er fest.

Am Schluss übergaben die Kinder dem Abgeordneten ihre Forderungen für eine bessere Welt. Sie hoffen, dass die Politik diese bald umsetzt!