„Hand in Hand in jedem Land“


04.08.2012
Leider noch immer ein frommer Wunsch für queere Menschen. „Deutschland muss Druck auf Länder machen, wo LBGTI* verfolgt werden. Menschen, die wegen ihrer sexuellen Orientierung verfolgt werden müssen wir Asyl gewähren,“ fordert Uwe Kekeritz beim CSD in Nürnberg.

In Uganda zum Beispiel ist Homosexualität verboten, es drohen bis zu 14 Jahre Haft. Darüber hinaus machen paramilitärische Einheiten, die von der Regierung unterstützt werden Jad auf LBGTI*. Vor drei Jahren debattierte das ugandische Parlament sogar eine Verschärfung der Gesetze.

Der Entwurf sah die Todesstrafe für Homosexuelle vor. Des Weiteren sollten Leute, die Homosexuelle unterstützen oder nicht bereit sind, sie zu denunzieren mit bis zu sieben Jahren Gefängnis bestraft werden.

Nach internationalem Druck verzögerte sich die Abstimmung über das Gesetz. Unter anderem Entwicklungsminister Niebel hatte Folgen für die Entwicklungszusammenarbeit nicht ausgeschlossen, sollte das Gesetz verabschiedet werden. Doch im selben Zeitraum sagte die Bundesregierung Entwicklungsgelder für weitere zwei Jahre von insgesamt 120 Millionen Euro zu.

Die gesellschaftliche Repression gegenüber Homosexuellen verschlimmert sich zunehmend. 2010 veröffentlichte das ugandische Boulevardblatt „The Rolling Stone“ die Namen und Anschriften zahlreicher LBGTI* und rief unmissverständlich zum Mord an ihnen auf. Einer der „Geouteten“, der queere Aktivist David Kato wurde am 26.01.2011 ermordet.

„Es kann nicht sein, dass wir bei solchen eklatanten Menschenrechtsverletzungen zu sehen. Bundesregierung und Zivilgesellschaft müssen massiven Druck auf Staaten ausüben, wo LBGTI* diskriminiert, misshandelt und getötet werden. Menschen, die wegen ihrer sexuellen Orientierung oder ihrer sexuellen Identität verfolgt werden, müssen wir bei uns Zuflucht gewähren,“ fordert Kekeritz.