Grüner Besuch auf der Frauenmesse: Riesenpotenzial für GründerINNEN


25.02.2013
Bei seinem Besuch auf der Frauenmesse Fürth stellte Uwe Kekeritz fest: Die Gleichstellungspolitik der Bundesregierung findet keinen Anklang! Das Betreuungsgeld darf keine Zukunft haben.

Deswegen braucht es starke Grüne! Natürlich suchen die Unternehmerinnen nach einer Lösung für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Leider liegt die gesellschaftliche Hauptverantwortung dafür immer noch bei den Frauen. Offensichtlich nicht begeistert waren die Ausstellerinnen daher von Kristina Schröders Ideen: Es gab keine Befürworterinnen des Betreuungsgelds.

Weibliche und männliche PionierInnen

Der Kreisverband Fürth hatte den Rundgang organisiert. Ebenfalls eingeladen war Beate Walter-Rosenheimer, Obfrau der Grünen Bundestagsfraktion im Wirtschaftsauschuss und unter anderem zuständig für das Thema Frauen und Wirtschaft. Sie hat selbst fünf Kinder und weiß um die Probleme vieler Frauen, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen. Um so mehr zeigte sie sich begeistert, von den vielen Frauen, die sich mit kreativen Ideen selbständig machen. „Das Thema Existenzgründungen durch Frauen kommt langsam in der Mitte der Gesellschaft an. Um so wichtiger ist es, die spezielle Situation von Frauen bei Gründungen zu berücksichtigen. Frauen gründen anders als Männer“, so die Abgeordnete. „Die Bundesregierung ergreift leider keine Maßnahmen um dieser Situation Rechnung zu tragen und gründungswillige Frauen konkreter zu unterstützen. So hat zum Beispiel kaum eine öffentliche Einrichtung ihr Beratungspersonal für die besonderen Bedarfe von Gründerinnen geschult.“

Unternehmerfrauen im Handwerk

In vielen Handwerksbetrieben ist die Rolle von Frauen nicht klar definiert: Sie helfen nicht nur mit, sondern sind in leitender Funktion tätig und haben alles im Blick. Um sich gegenseitig zu unterstützen haben Frauen das Netzwerk „Unternehmerfrauen im Handwerk“ gegründet. Im Gespräch mit den Abgeordneten kam auch das drohende Thema Altersarmut zur Sprache: Je nach Arbeitskonstruktion kann eine Scheidung für eine Handwerksfrau auch den Verlust ihrer Altersversorgung bedeuten. Auch auf solche Risiken weist das Netzwerk hin. Kekeritz machte deutlich, dass Grüne die selbstständige Existenzsicherung von Frauen anstreben.

Können Sie das auch wirklich?

Solche und andere dummen Fragen muss man sich als selbstständige Unternehmerin schon einmal anhören, berichtete die Vorsitzende von „Frauen als Unternehmerinnen„, Heike Götz. Aber nicht nur fachlich müssen sich die Frauen mehrfach beweisen. Auch Kinder sind für Selbstständige natürlich ein größeres „Risiko“ als für Angestellte. Eine längere Kinderpause kann ein erfolgreiches Geschäft leicht aus der Bahn werfen. Götz wünscht sich daher von der Politik mehr Taten: „Häufig können wir innerhalb des Netzwerks weiterhelfen. Aber es müssen auch politische Rahmenbedingungen für die Betreuung von Kindern geschaffen werden.“ Götz wünscht sich auch eine Berücksichtigung von „Randzeiten“, so müssten Unternehmerinnen häufiger auch abends und am Wochenende arbeiten.

Harte Arbeit investierte auch Andrea Vogel, die Bäume aus Frankreich importierte, um einen fränkischen Cidre, den sogenanten „Sider“ herzustellen. Zum Abschluss des Rundgangs konnten Walter-Rosenheimer und Kekeritz das fertige Produkt probieren.

Kekeritz_weltweit_unterwegs_fuer_Frauen



Weiterführende Links:


www.uwe-kekeritz.de/frauen.html