Faire Kommune

Faire Kommune

Die schrecklichen Fabrikkatastrophen von „Rana Plaza“ in Bangladesch oder „Ali Enterprises“ in Pakistan, bei denen sehr viele Menschen getötet beziehungsweise verletzt wurden mahnen uns, dass sich etwas verändern muss. Unser Handeln und Wirtschaften hier hat Auswirkungen auf die Lebensverhältnisse der Menschen in den Ländern des „Globalen Südens“.

Unsere Städte und Gemeinden können Politik mit dem Einkaufswagen machen und so einen Beitrag zu einer nachhaltigen globalen Entwicklung leisten. Das 2016 neugefasste Vergaberecht bietet großzügige Spielräume, ökologische, soziale und menschenrechtliche Kriterien bei Beschaffungsvorgängen anzuwenden. Obendrein empfiehlt das bayerische Innenministerium Städten und Gemeinden, das neue Vergaberecht auch bei kleineren Auftragswerten, unterhalb der EU-Schwellenwerte anzuwenden.

Unsere Städte und Gemeinden haben eine besondere Verantwortung und können eine Vorbildfunktion wahrnehmen. Mit Steuergeldern finanzierte Menschenrechtsverletzungen sind in jedem Fall inakzeptabel.

Ökologische, soziale und menschenrechtliche Kriterien können in allen Phasen des Vergabeprozesses rechtssicher verlangt werden. Wie dies gelingt, dafür gibt es professionelle und kostenlose Beratungsangebote sowohl von zivilgesellschaftlichen Organisationen als auch von staatlicher Seite.

Faire Beschaffung ist nicht notwendigerweise teurer. Auf jeden Fall zahlt sich der Kompetenzaufbau für die Einführung fairer Beschaffung langfristig aus. Denn wenn ökologische, soziale und menschenrechtliche Kriterien konsequent umgesetzt werden sollen, müssen Verwaltungsabläufe untersucht und effizienter gestaltet werden. Dies kann zu besserer Arbeitsorganisation führen und damit Geld sparen.

Weitere Infos zum Thema Beschaffung nach ökologischen, sozialen und menschenrechtlichen Kriterien finden Sie hier.

Meine weiterhin aktuelle Broschüre zum Thema finden Sie hier.

Außerdem hatten wir im November 2016 eine hervorragenden Fachtagung zum Thema mit unserer kommunalpolitischen Vereinigung GRIBS. Die Dokumentation finden Sie hier