Fair und regional zusammendenken


23.09.2012
„Ich danke allen Beteiligten, die Langenzenn zu einem Vorreiter im Landkreis machen!“, so Uwe Kekeritz bei seiner Laudatio anlässlich der Verleihung der Fairtrade-Town-Urkunde. Besonders engagiert hatte sich der grüne Ortsverband mit Bernhard Heeren und Regina Vogt-Heeren sowie Gerd und Marianne Schwämmlein. Aber auch die Zusammenarbeit mit Bürgermeister Jürgen Habel und City-Managerin Annette Kratzer funktioniert hervorragend.

Dass Langenzenn prädestiniert ist für faire Handelsbeziehungen, zeigt schon der Eine-Welt-Laden Caracol, der bereits seit den 80er Jahren in der Stadt präsent ist. Am wichtigsten war aber, dass die Aktiven immer schon vernetzt gedacht haben: Der Anstoß für die Fairtrade-Town kam von der grünen Stadtratsfraktion und wurde einstimmig angenommen. „Die Themen Energie und energetische Sanierung, fanden wir, sind in der Stadt schon gut angekommen. Die Idee der Fairtrade-Town haben wir deshalb aufgegriffen, weil wir darin eine Lücke sahen“, erklärt der Grünen- Stadtrat Bernhard Heeren.

Natürlich wird der Klimawandel auch durch unsere Ernährungskrise verursacht. Unser übertriebener Konsum von Fleisch und von Produkten aus fernen Ländern treibt den CO2-Ausstoß nach oben. Daher ist ein bewusster Lebensstil auf allen Ebenen die konsequenteste Antwort auf die aktuellen Herausforderungen. Es ist wichtig, dass die Kommune dabei Vorbild ist.

Zum Auftakt der Fairtrade-Town fand auch der Regionalmarkt statt. Kekeritz lobte diese Verbindung: „Produkte aus fairem Handel und Produkte aus der Region ergänzen sich gut. Beide stehen für menschenwürdige Arbeitsbedingungen und lassen die Wertschöpfung vor Ort, da wo sie hingehört. Nicht umsonst führt der Langenzenner Weltladen Caracol auch die faire Milch.“

Die Aktiven wollen nicht stehenbleiben, sondern sich in einem nächsten Schritt für eine sozial-ökologische Beschaffung einsetzen. Dies bedeutet unter anderem, dass die Stadt darauf achtet, dass bei vergebenen Dienstleistungen keine Löhne unter Tarif bezahlt werden. „Ich wünsche viel Erfolg bei allen weiteren Schritten und biete gern meine Unterstützung an“, beschloss Uwe Kekeritz die Veranstaltung.