Erster Internationaler Mädchentag weltweit gefeiert!


12.10.2012
Im Dezember 2011 erklärten die Vereinten Nationen auf Antrag von Kanada den 11. Oktober zum Weltmädchentag. Dies war ein wichtiger Schritt für die Verwirklichung der Rechte von Mädchen und gleichzeitig der Erfolg weltweiter Anstrengungen.

Der erste Weltmädchentag ist auch ein Erfolg der fraktionsübergreifenden Initiative, die Uwe Kekeritz als Vertreter von Bündnis 90/Die Grünen mitinitiiert hatte. Kekeritz, Vorsitzender des Unterausschusses „Gesundheit in Entwicklungsländern“, hatte sich zusammen mit KollegInnen aus den anderen Fraktionen für die Einrichtung eines Weltmädchentags eingesetzt, um die Rechte von Mädchen zu stärken. Auch viele zivilgesellschaftliche Organisationen, insbesondere auch die Kinderhilfsorganisation Plan International, hatten einen Weltmädchentag gefordert.

Schon am Vorabend folgte Uwe Kekeritz der Einladung zur Podiumsdiskussion ins Museum Mensch und Natur, organisiert von der Plan Aktionsgruppe München. Dort saß er zusammen u.a. mit Jule Ronstedt, Schauspielerin und Plan-Patin und Petra Rück-Wallenberger, Gleichstellungsbeauftragte im Bayerischen Staatsministerium für Arbeit, Sozialordnung, Familie und Frauen gemeinsam auf dem Podium. Dabei betonte Kekeritz: „Immer wieder werden Mädchen diskriminiert. Besonders in den Bereichen Gesundheitsversorgung und Bildung sind Mädchen in Entwicklungs- und Schwellenländern oft schlechter gestellt. Der verwehrte Zugang zu diesen Bereichen in der Kindheit verhindert nicht nur die Entfaltung ihre Potentiale, sondern auch die Chancen ganzer Gesellschaften. Wir müssen den Mädchen eine Stimme geben, die sie sonst nicht haben.“ Und weiter ergänzte er:“Der Tag ist initiiert worden, um das öffentliche Bewusstsein dafür stärken, dass eine angemessene gesellschaftliche Stellung der Frau nur dann erreicht werden kann, wenn bereits in der frühesten Kindheit den Mädchen die Möglichkeit zu Entwicklung eines starken Selbstvertrauens gegeben wird. Gleiche Rechte in Familie und Gesellschaft und damit auch gleiche Möglichkeiten in der Bildung, im Erbschaftsrecht und selbstverständlich auch das sexuelle Selbstbestimmungsrecht sind Voraussetzungen dafür, dass die Frauen nicht nur Notverwalterinnen sind, sondern tatsächliche Trägerinnen einer positiven Entwicklung.“

Anlässlich des ersten Weltmädchentages fanden weltweit feierliche Veranstaltungen statt. Auch im Auswärtigen Amt trafen u.a. die Staatssekretärin Emily Haber, die Geschäftsführerin von Plan Deutschland Maike Röttger und der diplomatische Vertreter der Kanadischen Regierung mit Jugendlichen zusammen auf die Bühne. Die Moderation übernahmen passenderweise zwei junge Mädchen, denn diese sollten ja an diesem Tag im Vordergrund stehen. Ein Zauberer zog spielerisch mit seinen Kunststücken auch die Aufmerksamkeit der zahlreichen Kleinen auf sich. In seiner Zaubershow baute er, beinahe unbemerkt doch sehr effektiv, die Botschaften des Mädchenreports „Für’s Leben lernen“ ein: Die Wahrnehmung von Bedürfnissen anderer ist eine Sache der Perspektive. Bis vor wenigen Jahren wurden Frauen als Trägerinnen der Entwicklung in den ärmsten Ländern schlicht ignoriert. Jetzt müssen wir die „Mädchenbrille“ aufsetzen.