Endgültig Schluss mit HIV/Aids, Malaria und Tuberkulose?


20.02.2013
Uwe Kekeritz traf in Berlin mit dem neuen Exekutivdirektor, Dr. Mark Dybul, des Globalen Fonds zur Bekämpfung von HIV/Aids , Malaria und Tuberkulose (GFATM) zusammen. Kekeritz lobte den konsequenten Reformprozess des Fonds und sprach sich nochmals für eine Erhöhung des deutschen Beitrags auf 300 Millionen Euro jährlich aus.

„Der GFATM ist ein unverzichtbares Finanzierungsinstrument  für die effektive Bekämpfung der drei großen Epidemien“, so der neue Exekutivdirektor. Dr. Mark Dybul betonte bei seinem Gespräch mit Kekeritz, dass unsere Generation erstmals über das technische Wissen und die Möglichkeiten verfüge HIV/Aids, Malaria und Tuberkulose zu besiegen. Dazu bedarf es jedoch nicht nur einer Stärkung der Gesundheitssektoren in Entwicklungsländern, sondern vor allem entsprechender finanzieller Ressourcen um Medikamente und Moskitonetze zu finanzieren. Nach Schätzungen des Globalen Fonds würden jährlich 30 bis 35 Milliarden Dollar benötigt um dieses Ziel zu erreichen. Kekeritz betonte wie wichtig ein sofortiger und konsequenter Einsatz zur Bekämpfung der Epidemien ist: „Wenn wir jetzt nicht handeln werden die volkswirtschaftlichen Kosten der Krankheiten ins Unermessliche steigen. Seit dem Beginn der HIV/Aids Epidemie haben sich mehr als 70 Millionen Menschen mit  dem Virus infiziert, 35 Millionen sind an Aids gestorben. Oft sind die 20 bis 40-Jährigen von der Pandemie betroffen was sich extrem negativ auf die Produktivität der Volkswirtschaften besonders in Entwicklungsländern auswirkt. Daher müssen wir jetzt handeln. Eine Erhöhung der jährlichen Beiträge der Bundesregierung zum GFATM wäre ein  wichtiger Schritt in die richtige Richtung.“

Der Globale Fonds  hat in den letzten Jahren einen grundlegenden Reformprozess durchlaufen. Auslöser waren Korruptionsfälle in verschiedenen Partnerorganisationen des GFATM. Der Fonds selbst hat die Korruptionsfälle aufdeckte und einen entsprechenden Reformprozess initiiert. Im Rahmen dieses Prozesses wurde ein neues Finanzierungsmodell entwickelt und das Vergabeverfahren wesentlich vereinfacht. Auch die Wahl eines neuen  Exekutivdirektors war Teil der Reformen. Der US-Amerikaner Dybul ist Mediziner und war für viele Jahre im Bereich der öffentlichen Gesundheit tätig. Er trat am 21. Januar sein neues Amt als Exekutivdirektor an. Deutschland ist mit jährlich 200 Millionen Euro zurzeit viertgrößter Geber des Globalen Fonds.