Eine friedliche Uni ist möglich


08.05.2013
„Die Universitätsleitung muss wenigstens mit der Initiative für eine Friedliche Uni Gespräche führen,“ forderte der Bundestagsabgeordnete Uwe Kekeritz bei seinem Besuch an der Universität Augsburg. Die Finanzierung der Universität über Drittmittel sei in dieser Hinsicht problematisch, da die Universität bei zu hoher Abhängigkeit von Wirtschaftsunternehmen ihre Unabhängigkeit in der Forschung verlieren würde.

Bei einer Vollversammlung an der Universität Augsburg hatten 77 Prozent der Studierenden für die Einführung einer Zivilklausel votiert. Dennoch ist seitdem nichts passiert. Die Zivilklausel ist eine Selbstverpflichtung von wissenschaftlichen Einrichtungen wie Universitäten, ausschließlich für zivile Zwecke zu forschen.

GHG-Mitglied und Grüne Jugend Landtagskandidat Maximilian Deisenhofer erinnerte die rund 30 Gäste an aktuelle Waffenexporte der Bundesregierung in fragile Länder wie Saudi-Arabien oder Indonesien. Hier bestehe die große Gefahr, dass deutsche Waffen zur Unterdrückung der eigenen Bevölkerung gebraucht werden könnten.

Auch über den Stadtrat könne man in einer Präambel eine Zivilklausel für den geplanten Innovationspark formulieren, berichtete Reiner Erben, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Augsburger Stadtrat.

Uwe Kekeritz betonte, dass sich die Grünen im Bundestag gegen Waffenlieferungen in unsicher Staaten einsetzen, NATO-Verbündete sollten aber weiterhin beliefert werden, um den mäßigenden deutschen Einfluss international nicht zu gefährden.