Ein Jahr nach „Rana Plaza“ – immer noch keine Entschädigung für die Opfer


23.04.2014
Vor einem Jahr, am 24.April 2013, kamen bei dem Einsturz der Textilfabrik Rana Plaza in Bangladesch 1130 Menschen ums Leben, mehr als 1500 wurden zum Teil sehr schwer verletzt.

Die  Betroffenen trugen oft derart schwere Verletzungen davon, dass sie nicht mehr arbeiten können. Viele Familien haben so ihre Einkommensquelle verloren. Unter der Aufsicht der internationalen Arbeitsorganisation ILO wurde ein Fonds eingerichtet, der den Opfern und deren Angehörigen helfen soll, ihr Leben zumindest einigermaßen erträglich zu gestalten.  Über 40 Millionen Dollar sollen in den Fonds eingezahlt werden – und zwar vor allem von den europäischen und US-amerikanischen Unternehmen, die in der Fabrik produzieren ließen. Bisher wurden jedoch lediglich 15 Millionen bereitgestellt. Während einige Unternehmen bereits geringe Summen eingezahlt haben, weisen andere jede Verantwortung von sich und verweigern jegliche Zahlung.

Uwe Kekeritz wandte sich in einem Brief an die beteiligten deutschen Firmen (Adler Modemärkte, NKD, KiK , KANZ/Kids Fashion Group, Güldenpfennig) sowie Unternehmen, die auf dem deutschen Markt präsent sind (C&A, Benetton, Mango)und forderte sie dazu auf, ihren Verpflichtungen nachzukommen und den Überlebenden bzw. den Familien der Opfer eine Zukunft zu ermöglichen. „Es ist wichtig, dass die Unternehmen endlich Verantwortung übernehmen! Die Opfer müssen Entschädigungen erhalten.  Die Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie müssen verbessert werden!“, meint Uwe Kekeritz, der sich von seinem Brief eine schnelle Reaktion der Unternehmen erhofft.

Der Brief an die Unternehmen, sowie die Pressemitteilung zum Jahrestag der Katastrophe können hier abgerufen werden:

Brief_Rana_Plaza