CSD in München: „Homophobie ist heilbar“


16.07.2012
Beim Christopher Street Day in München demonstrierte Uwe Kekeritz mit über 5500 TeilnehmerInnen für mehr Toleranz und Gleichberechtigung. Besonders in der Kritik stand die FDP. Aus Koalitionsraison hatten die Liberalen mit der Union gegen die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben gestimmt.

Auf dem Grünen Wagen warb Uwe Kekeritz mit seinen Grünen Mitstreiterinnen und Mitstreitern für die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben. Ende Juni hatten die Grünen einen entsprechenden Antrag in den Bundestag eingebracht, leider wurde er von Schwarz-Gelb abgelehnt. „Die Mehrheit der Menschen in Deutschland will die Öffnung, die Mehrheit der Abgeordneten im deutschen Bundestag will die Öffnung und lediglich die CDU/CSU sträubt sich“, so Kekeritz. „Dass die FDP bei einer so fundamentalen Frage umgefallen ist und auch gegen den Gesetzentwurf gestimmt hat, zeugt nicht von Prinzipientreue.“

Einen kleinen Lichtblick gab es. Zum ersten Mal in der Geschichte des CSD sprach ein CSU-Politiker bei der Auftaktkundgebung. Ein erster kleiner Schritt in die richtige Richtung, der aber gleichzeitig die Länge des Weges deutlich macht, die die CSU zu gehen hat, bis sie zu den Grünen aufgeschlossen hat.

Der Christopher Street Day geht auf Proteste von Homosexuellen 1969 in New York gegen regelmäßige Polizeirazzien in den Schwulenkneipen zurück.