Billige Weihnachtssterne – ist es das wert?


11.12.2012
Die Christliche Initiative Romero hat aufgedeckt, dass die Firma Dümmen in El Salvador zu menschenunwürdigen Bedingungen pflanzen läßt. Auch Uwe Kekeritz war zu Besuch in Südamerika und spricht sich für faire Löhne aus.

Über 40 Millionen Weihnachtssterne werden in Deutschland jedes Jahr verkauft. Aber unter welchen Bedingungen können die Billigpreise erzielt werden, die die deutschen EndkundInnen erfreuen?

Unfaire Entlohnung

Die deutsche Firma Dümmen aus Rheinberg beispielsweise läßt Weihnachtssterne in El Salvador züchten. Leben können die Menschen im Unternehmen „Red Fox Las Mercedes“ davon aber nicht wirklich: Läppische 3,50 Dollar verdienen die AkkordarbeiterInnen am Tag. Die Christliche Initiative Romero hat aufgedeckt, dass man abgesehen von der unfairen Entlohnung auch von fairen Arbeitsbedingungen nicht sprechen kann.

Öffentlichkeit schaut hin

Mittlerweile sind auch die Medien Spiegel und der WDR auf das Thema aufmerksam geworden. Uwe Kekeritz äußert sich in der WDR TV-Sendung Monitor als zuständiger Bundestagsabgeordneter: „Bei meinem Besuch vor Ort habe ich schon den Streß mitbekommen, die Luftbedingungen (dort werden ja sehr viele Pestizide verwendet) und die Auswirkungen der Akkordarbeit. So ist die Zeit für Toilettengang streng reglementiert, weswegen die ArbeiterInnen sehr wenig trinken können.“ Kekeritz war im Frühjahr auf einer Delegationsreise in El Salvador um sich die Arbeitsbedingungen vor Ort anzusehen.

Kekeritz appelliert an alle VerbraucherInnen, gerade vor Weihnachten genau hinzuschauen: „Wir müssen bewußt konsumieren, aber auch bewußt protestieren, wo uns Verfehlungen von Unternehmen bekannt werden“.



Weiterführende Links:


www1.wdr.de/fernsehen/aks/themen/weihnachtssterne100.html