Antrag: Soziale und ökologische Offenlegungspflichten für Unternehmen regeln


09.05.2012
Soziale Verantwortung von Unternehmen ist ein zentrales Thema in unserer globalisierten Welt. Leider wurde es bisher versäumt auf nationaler und auf EU-Ebene verbindliche, soziale und ökologische Offenlegungspflichten für Unternehmen festzulegen.

Im Jahr 2011 wurden sowohl die Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte der Vereinten Nationen (VN) als auch die neue EU-Strategie für die soziale Verantwortung der Unternehmen verabschiedet. Damit wurde der langjährige internationale Streit darüber beendet, ob die weltweite Einhaltung grundlegender Menschenrechtskriterien durch Unternehmen freiwillig erfolgen oder verbindlich gemacht werden soll. Beide Vorlagen drängen auf eine Kombination von  verbindlichen Regelungen und freiwilligen Maßnahmen und erkennen an, dass negative soziale und ökologische Auswirkungen von Unternehmenshandeln nicht allein auf freiwilliger Basis verhindert werden können.

Der Deutsche Bundestag begrüßt diesen wichtigen Schritt, bedauert allerdings, dass es auf nationaler und auf EU-Ebene bisher versäumt wurde, verbindliche soziale und ökologische Offenlegungspflichten für Unternehmen festzulegen. Auch im Interesse gleicher Wettbewerbsbedingungen ist eine gesetzliche Offenlegungspflicht zu nichtfinanziellen Leistungsindikatoren notwendig.



Weiterführende Links:


dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/095/1709567.pdf