Antrag: Rechte von Menschen mit Behinderungen in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit sichern und Inklusion weltweit ermöglichen


20.03.2013
Menschen mit Behinderungen kämpfen seit mehreren Jahrzehnten in vielen Ländern gegen Diskriminierung und für gleichberechtigte Teilhabe. Ein Ergebnis dieses Prozesses ist das Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen der Vereinten Nationen (Behindertenrechtskonvention). Artikel 32 und 11 der Konvention formulieren den Anspruch und Auftrag an die Vertragsstaaten, ihre Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe inklusiv zu gestalten.

Inklusion ist eine globale Aufgabe. Menschen mit Behinderungen machen 15 Prozent der Weltbevölkerung aus (World Report on Disability der Weltgesundheitsorganisation(WHO)). Das sind rund eine Milliarde Menschen. In Entwicklungsländern liegt der Anteil von Menschen mit Behinderungen an der Gesamtbevölkerung um 50 Prozent höher als in Industrieländern. Rund 80 Prozent aller Menschen mit Behinderungen weltweit leben in Entwicklungsländern. 20 Prozent der Menschen mit Behinderungen leben unterhalb der Armutsgrenze.

Die Inklusion von Menschen mit Behinderungen in der deutschen Entwick-lungszusammenarbeit gezielt voran zu treiben und Inklusion als Querschnittsaufgabe zu verankern. Entwicklungspolitik kann dabei nicht nur wichtige Beiträge leisten, um weltweit Menschen mit Behinderung Teilhabe zu ermöglichen, sondern muss vor allem inklusiv gestaltet sein, so dass sie auch für alle Menschen wirksam wird. Wir wollen der Behindertenrechtskonvention mit gezielten Maßnahmen auf nationaler und internationaler Ebene gerecht werden.



Weiterführende Links:


http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/128/1712844.pdf