Antrag: Bevölkerung vor Krebsgefahr durch das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat schützen und EU-Neuzulassungsverfahren für Glyphosat stoppen


10.06.2015
Uwe Kekeritz fordert mit der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen gemäß des EU-Vorsorgeprinzips den wahrscheinlich krebserregenden Wirkstoff Glyphosat vor erneuter Bewertung auf nationaler und europäischer Ebene nicht zuzulassen.

Die Arbeitsgruppe der Krebsforschungsagentur (International Agency for Research on Cancer, IARC) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend beim Menschen“ in die zweithöchste Risikokategorie eingestuft. Dem Bundesinstitutes für Risikobewertung (BfR) zufolge ist Glyphosat weltweit einer der am meisten eingesetzten Wirkstoffe in Pflanzenschutzmitteln, die zur Verhinderung von unerwünschtem Pflanzenwuchs im Kulturpflanzenbau oder zur Beschleunigung des Reifeprozesses bei Getreide  verwendet werden.

Auf Grundlage des EU-Vorsorgeprinzips und des deutschen Pflanzenschutzrechts sollte die Regierung ein Moratorium für die nationale Zulassung von Herbiziden mit dem Wirkstoff Glyphosat aussprechen. Die befristete Aussetzung der Zulassung muss solange gelten, bis auf EU-Ebene eine Entscheidung über die Erneuerung der Zulassung unter Berücksichtigung einer Bewertung durch die Arbeitsgruppe der Krebsforschungsagentur (IARC) der Weltgesundheitsorganisation erfolgt ist. Auch auf EU-Ebene sollte sich die Bundesregierung für ein europaweites Moratorium einsetzen.



Weiterführende Links:


http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/051/1805101.pdf