Afrikanische NachwuchsdiplomatInnen zu Besuch im Bundestag


27.06.2013
Uwe Kekeritz hat sich in seiner Funktion als Vorsitzender der Parlamentariergruppe Englisch- und Portugiesischsprachige Staaten West- und Zentralafrikas mit jungen DiplomatInnen aus afrikanischen Ländern getroffen.

Die 15 angehenden DiplomatInnen aus Ländern wie etwa Burkina Faso, Gabun oder Kamerun befinden sich im Rahmen eines Lehrgangs des Auswärtigen Amtes in Deutschland. Die Gespräche verliefen sehr konstruktiv, beide Seiten nahmen die Gelegenheit, Wünsche und Anregungen zu äußern, wahr. Schon zu Beginn forderte der kamerunische Diplomat Zourmba Ousmanou eine Stärkung der Beziehung zwischen den afrikanischen Staaten und Deutschland und betonte insbesondere den Aufbau persönlicher Kontakte mit Abgeordneten. Der guineische Diplomat Alpha Ibrahima Diallo äußerte den Wusch ein Goethe-Institut in seinem Land einzurichten.

Lange unterhielten sich die DiplomatInnen und Abgeordneten über das Thema Demokratie und die Umsetzung in Deutschland. Uwe Kekeritz ging dabei auf die Bedeutung der Gewaltenteilung ein und hob die Rolle des Bundesverfassungsgerichts als Kontrollorgan hervor, als ein junger Diplomat nach dem „Geheimnis“ der deutschen Demokratie fragte.

Die ruandische Diplomatin Epiphanie Feza Ruzibiza sprach das Thema Geschlechtergerechtigkeit an. Vor diesem Hintergrund diskutierten die Abgeordneten, dass in Ruanda der Frauenanteil im Parlament mit 56% der Höchste weltweit sei. Aber selbst in Deutschland, wo die Gleichstellung von Mann und Frau im Grundgesetz verankert ist, sei diese zwar oft aber nicht immer die Realität.

In seiner Verabschiedung appellierte der Vorsitzende Uwe Kekeritz an die Verantwortung der zukünftigen DiplomatInnen, die mit der gerechteren Gestaltung ihrer Gesellschaften vor eine große Aufgabe gestellt seien.

Die jungen DiplomatInnen werden sich noch bis Ende Juli in Deutschland aufhalten und im Rahmen ihres Lehrgangs zum Beispiel das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe besuchen.